Röteln
Röteln sind eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die bei Kindern und Erwachsenen meist mild verläuft — die eigentliche Gefahr liegt in einer Ansteckung während der Schwangerschaft, bei der das Virus schwere Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen kann.
Typischer Verlauf bei Kindern und Erwachsenen
Ein feinfleckiger, meist im Gesicht beginnender und sich ausbreitender Hautausschlag, leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten (besonders im Nacken) und ein allgemeines Krankheitsgefühl kennzeichnen den typischen, meist milden Verlauf — bei einem Teil der Betroffenen verläuft die Infektion auch ganz ohne sichtbare Symptome.
Warum Röteln in der Schwangerschaft so gefährlich sind
Infiziert sich eine ungeimpfte Schwangere, besonders in den ersten Schwangerschaftsmonaten, kann das Virus über die Plazenta das ungeborene Kind erreichen und schwere Fehlbildungen an Herz, Augen, Ohren oder Gehirn verursachen (Röteln-Embryopathie) — das Risiko ist umso höher, je früher in der Schwangerschaft die Infektion erfolgt.
Warum der Impfschutz vor einer Schwangerschaft so wichtig ist
Die MMR-Impfung (gegen Masern, Mumps, Röteln) schützt zuverlässig vor einer Rötelninfektion — Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Impfstatus rechtzeitig vor einer geplanten Schwangerschaft überprüfen lassen, da die Impfung während der Schwangerschaft selbst nicht gegeben werden darf.
Was bei Rötelnkontakt in der Schwangerschaft zu tun ist
Hatte eine ungeimpfte oder immunitätsunsichere Schwangere Kontakt zu einer an Röteln erkrankten Person, sollte umgehend die betreuende gynäkologische Praxis informiert werden — über eine Blutuntersuchung lässt sich klären, ob bereits Immunität besteht oder weitere Maßnahmen nötig sind.
Impfempfehlung allgemein
Die STIKO empfiehlt die MMR-Impfung für alle Kinder als Standardimpfung, in der Regel in zwei Dosen — ein vollständiger Impfschutz in der gesamten Bevölkerung schützt über den Herdeneffekt auch Schwangere, die selbst aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
Quellen & weiterführende Stellen
- Robert Koch-Institut — Röteln: Verlauf, Risiken in der Schwangerschaft, Impfempfehlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Sind Röteln für Kinder gefährlich?
In der Regel nicht — bei Kindern verlaufen Röteln meist mild und ohne bleibende Folgen. Die eigentliche Gefahr betrifft ungeborene Kinder, wenn sich eine Schwangere ansteckt.
Woher weiß man, ob man gegen Röteln immun ist?
Über eine Blutuntersuchung, die Antikörper gegen das Rötelnvirus nachweist — bei Kinderwunsch oder zu Beginn einer Schwangerschaft wird der Immunstatus routinemäßig erfasst.
Kann man sich während der Schwangerschaft noch impfen lassen?
Nein, die MMR-Impfung ist eine Lebendimpfung und darf während der Schwangerschaft nicht gegeben werden — der Impfschutz sollte deshalb bereits vorher bestehen.
Ist eine durchgemachte Rötelninfektion genauso sicher wie eine Impfung?
Eine durchgemachte Infektion hinterlässt in der Regel eine belastbare Immunität, ebenso wie die Impfung — aus Sicherheitsgründen wird aber die Impfung empfohlen, statt eine natürliche Infektion bewusst in Kauf zu nehmen.
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