Riboflavinmangel (Vitamin-B2-Mangel)
Der Riboflavinmangel bezeichnet einen Mangel an Vitamin B2, einem wasserlöslichen Vitamin, das als wichtiger Baustein zahlreicher Stoffwechselprozesse im Energiestoffwechsel sowie beim Abbau von Fetten, Kohlenhydraten sowie Eiweißen eine wesentliche Rolle spielt. Da der menschliche Körper Riboflavin nicht selbst herstellen sowie nur in geringem Maße speichern kann, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung notwendig. Ein Riboflavinmangel äußert sich durch charakteristische Entzündungen der Mund- sowie Hautregion sowie tritt besonders häufig gemeinsam mit einem Mangel an weiteren B-Vitaminen auf.
Ursachen
Der Riboflavinmangel entsteht am häufigsten durch eine unzureichende Zufuhr riboflavinreicher Nahrungsmittel, insbesondere bei einer stark einseitigen Ernährung, chronischem Alkoholmissbrauch oder allgemeiner Mangelernährung. Eine gestörte Aufnahme im Darm im Rahmen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen sowie eine erhöhte Ausscheidung, etwa durch bestimmte Medikamente oder eine chronische Nierenerkrankung, können einen Riboflavinmangel zusätzlich begünstigen.
Symptome
Der Riboflavinmangel äußert sich durch charakteristische, schmerzhafte Einrisse an den Mundwinkeln, eine Entzündung der Zunge mit einer glatten, geröteten Oberfläche sowie eine schuppige, fettige Hautentzündung, insbesondere im Bereich der Nasenfalten sowie der Augenbrauen. Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Augen sowie ein Fremdkörpergefühl können zusätzlich auftreten. Diese Beschwerden treten häufig gemeinsam mit einem Mangel an weiteren B-Vitaminen auf, was die Diagnosestellung erschweren kann.
Diagnostik
Die Diagnose des Riboflavinmangels wird durch eine sorgfältige klinische Untersuchung mit Beurteilung der charakteristischen Haut- sowie Schleimhautveränderungen sowie eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Riboflavinspiegels gestellt. Eine sorgfältige Ernährungsanamnese sowie eine Untersuchung auf begleitende Mangelzustände weiterer B-Vitamine ergänzen die Diagnostik.
Behandlung
Die Behandlung des Riboflavinmangels besteht in einer gezielten Substitution von Vitamin B2 sowie einer Anpassung der Ernährung mit vermehrter Aufnahme riboflavinreicher Nahrungsmittel, insbesondere Milchprodukte, Eier sowie Vollkornprodukte. Eine zugrunde liegende Ursache, insbesondere ein Alkoholmissbrauch oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, wird gezielt mitbehandelt.
Verlauf und Prognose
Die Prognose des Riboflavinmangels ist bei rechtzeitiger Erkennung sowie gezielter Behandlung sehr gut, wobei sich die charakteristischen Haut- sowie Schleimhautveränderungen unter einer wirksamen Vitaminsubstitution innerhalb weniger Wochen deutlich bessern. Eine unbehandelt fortbestehende zugrunde liegende Ursache, insbesondere ein anhaltender Alkoholmissbrauch, kann zu einem wiederkehrenden Mangel führen, weshalb eine gezielte Behandlung der auslösenden Ursache von erheblicher Bedeutung ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Riboflavinmangel (Vitamin-B2-Mangel): Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist Riboflavin?
Vitamin B2, ein wasserlösliches Vitamin mit zentraler Rolle im Energiestoffwechsel.
Welche typischen Symptome treten auf?
Mundwinkeleinrisse, Zungenentzündung sowie schuppige Hautentzündung.
Was ist eine häufige Ursache?
Eine stark einseitige Ernährung oder chronischer Alkoholmissbrauch.
Wie wird der Mangel behandelt?
Durch eine gezielte Substitution von Vitamin B2 sowie eine angepasste Ernährung.
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