Reaktive Arthritiden
Reaktive Arthritiden sind Gelenkentzündungen, die einige Wochen nach einer Infektion, meist des Darms oder der Harnwege, auftreten. Die Erreger selbst sind im Gelenk nicht nachweisbar, das Immunsystem reagiert jedoch fehlgeleitet gegen das Gelenkgewebe.
Ursachen
Eine vorausgegangene bakterielle Infektion des Darms oder der Harnwege löst bei entsprechender genetischer Veranlagung eine fehlgeleitete Immunreaktion aus, die sich gegen das Gelenkgewebe richtet, ohne dass die Erreger selbst im Gelenk vorhanden sind.
Symptome
Betroffene zeigen einige Wochen nach der ursprünglichen Infektion eine Schwellung und Schmerzen meist mehrerer Gelenke, häufig der unteren Extremität, teils begleitet von einer Bindehautentzündung.
Diagnostik
Die Diagnose wird anhand der Beschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Infektion gestellt. Blutuntersuchungen mit Entzündungswerten sowie der Ausschluss einer aktiven Gelenkinfektion ergänzen die Abklärung.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer entzündungshemmenden Therapie zur Linderung der Gelenkbeschwerden. Bei nachweisbarer, noch aktiver Infektion wird diese zusätzlich gezielt antibiotisch behandelt.
Verlauf und Prognose
Bei den meisten Betroffenen heilt die reaktive Arthritis innerhalb einiger Monate folgenlos aus. Bei einem Teil der Betroffenen kann sich ein chronischer Verlauf entwickeln.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Reaktive Arthritiden: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine reaktive Arthritis?
Eine Gelenkentzündung, die einige Wochen nach einer Infektion an anderer Stelle des Körpers auftritt.
Sind die Erreger im Gelenk selbst nachweisbar?
Nein, das Immunsystem reagiert fehlgeleitet gegen das Gelenkgewebe.
Welche Infektionen gehen häufig voraus?
Infektionen des Darms oder der Harnwege.
Wie wird die reaktive Arthritis behandelt?
Durch eine entzündungshemmende Therapie, bei aktiver Infektion ergänzt durch eine antibiotische Behandlung.
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