Pleuraplaques
Pleuraplaques sind umschriebene, kalkartige Verdickungen des Brustfells, die typischerweise nach jahrzehntelang zurückliegendem Kontakt mit Asbestfasern entstehen. Sie verursachen selbst in aller Regel keine Beschwerden, gelten aber als sichtbares Zeichen einer früheren Asbestexposition.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Ursache ist meist eine berufliche Asbestexposition, die häufig Jahrzehnte zurückliegt, etwa im Baugewerbe, im Schiffbau oder in der Isoliertechnik. Seltener entstehen Pleuraplaques ohne nachweisbaren Asbestkontakt aus anderen, nicht vollständig geklärten Gründen.
Symptome
Pleuraplaques verursachen für sich genommen keine Beschwerden und werden praktisch immer zufällig im Rahmen einer Bildgebung des Brustkorbs aus anderem Anlass entdeckt. Eine Beeinträchtigung der Lungenfunktion tritt durch die Plaques selbst in der Regel nicht auf.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt durch eine Röntgenaufnahme oder Computertomografie des Brustkorbs, die die charakteristischen, oft verkalkten Verdickungen des Brustfells zeigt. Eine ausführliche Arbeitsanamnese hilft, eine mögliche frühere Asbestexposition zu erfassen.
Behandlung
Da Pleuraplaques selbst keine Beschwerden verursachen und keine bösartige Veränderung darstellen, ist keine spezifische Behandlung erforderlich. Wichtig ist die Aufklärung über die zugrunde liegende Asbestexposition sowie gegebenenfalls eine arbeitsmedizinische Meldung und Verlaufskontrolle.
Verlauf und Prognose
Pleuraplaques bleiben in der Regel über Jahre stabil und beeinträchtigen die Lebensqualität nicht. Da eine frühere Asbestexposition das Risiko für andere, ernstere asbestbedingte Erkrankungen erhöhen kann, werden regelmäßige Verlaufskontrollen empfohlen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Sind Pleuraplaques gefährlich?
Nein, sie verursachen selbst keine Beschwerden und stellen keine bösartige Veränderung dar.
Warum werden sie meist zufällig entdeckt?
Weil sie keine eigenen Symptome verursachen und daher nur bei einer Bildgebung aus anderem Anlass auffallen.
Muss man wegen Pleuraplaques etwas unternehmen?
Eine spezifische Behandlung ist nicht nötig, regelmäßige Verlaufskontrollen wegen der zugrunde liegenden Asbestexposition werden jedoch empfohlen.
Woher stammt der Asbestkontakt meist?
Häufig aus einer beruflichen Exposition, die oft Jahrzehnte zurückliegt, etwa im Baugewerbe oder Schiffbau.
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