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Verletzungen des Bewegungsapparats

Piriformis-Syndrom

Beim Piriformis-Syndrom übt der birnenförmige Piriformis-Muskel im Gesäß Druck auf den nah vorbeiziehenden Ischiasnerv aus und verursacht dadurch ausstrahlende Schmerzen, die einem Bandscheibenvorfall ähneln können.

Wie es zur Reizung kommt

Der Ischiasnerv verläuft bei den meisten Menschen unterhalb, bei manchen auch durch den Piriformis-Muskel — ist dieser Muskel verspannt, verkürzt oder überlastet, kann er den Nerv einengen und reizen.

Typische Auslöser

Langes Sitzen, insbesondere auf harten Oberflächen oder mit einer Geldbörse in der Gesäßtasche, ungewohnte körperliche Belastung sowie muskuläre Dysbalancen können ein Piriformis-Syndrom begünstigen.

Typische Beschwerden

Schmerzen tief im Gesäß, die entlang des Ischiasnervs ins Bein ausstrahlen können, verstärkt durch langes Sitzen oder bestimmte Hüftbewegungen — die Beschwerden ähneln stark denen eines Bandscheibenvorfalls, weshalb die Unterscheidung mitunter schwierig ist.

Wie die Unterscheidung zum Bandscheibenvorfall gelingt

Anders als beim Bandscheibenvorfall zeigen bildgebende Untersuchungen der Wirbelsäule beim Piriformis-Syndrom meist keinen auffälligen Befund — spezielle Bewegungstests, die den Piriformis-Muskel gezielt anspannen, können bei der Unterscheidung helfen.

Behandlung

Dehnübungen für den Piriformis-Muskel, Physiotherapie, Wärme sowie das Vermeiden auslösender Sitzpositionen lindern die Beschwerden bei den meisten Betroffenen — bei anhaltenden Beschwerden können auch gezielte Injektionen erwogen werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich das Piriformis-Syndrom von einem Bandscheibenvorfall?

Bildgebende Untersuchungen der Wirbelsäule zeigen beim Piriformis-Syndrom meist keinen auffälligen Befund, spezielle Bewegungstests können bei der Unterscheidung helfen.

Was löst ein Piriformis-Syndrom häufig aus?

Langes Sitzen, ungewohnte körperliche Belastung sowie muskuläre Dysbalancen.

Was hilft gegen die Beschwerden?

Dehnübungen, Physiotherapie, Wärme sowie das Vermeiden auslösender Sitzpositionen.

Muss ein Piriformis-Syndrom operiert werden?

In der Regel nicht, die meisten Fälle bessern sich mit konservativen Maßnahmen.

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