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Haut & Hautkrankheiten

Pilonidalzyste (Steißbeinfistel)

Die Pilonidalzyste, auch Steißbeinfistel genannt, ist eine chronische Entzündung des Unterhautgewebes in der Gesäßfalte oberhalb des Steißbeins, die durch in die Haut eingewachsene Haare ausgelöst wird. Sie betrifft überwiegend junge Männer und kann sich von einer kleinen, wenig auffälligen Vertiefung bis zu einem schmerzhaften, akut entzündeten Abszess entwickeln.

Ursachen

Man geht davon aus, dass abgebrochene Haare in der tiefen Gesäßfalte in die Haut eindringen und dort eine chronische Fremdkörperreaktion mit Entzündung auslösen. Begünstigende Faktoren sind starke Körperbehaarung, langes Sitzen, Übergewicht sowie eine tiefe, feuchte Gesäßfalte, die das Eindringen der Haare erleichtert. Junge Männer zwischen der Pubertät und dem 40. Lebensjahr sind am häufigsten betroffen.

Symptome

Im chronischen Stadium zeigt sich häufig nur eine kleine Grube oder Öffnung in der Gesäßfalte, aus der gelegentlich etwas Sekret austritt, ohne wesentliche Schmerzen zu verursachen. Kommt es zu einer akuten Entzündung, entwickelt sich rasch ein schmerzhafter, geröteter und geschwollener Knoten (Abszess), der beim Sitzen erhebliche Beschwerden verursacht und mit Fieber einhergehen kann.

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel bereits durch die körperliche Untersuchung der Gesäßfalte gestellt, bei der die charakteristische Grube oder der akut entzündete Knoten sichtbar wird. Weiterführende Untersuchungen sind meist nicht notwendig, in unklaren oder wiederkehrenden Fällen kann jedoch eine bildgebende Untersuchung sinnvoll sein, um das Ausmaß der Gänge unter der Haut abzuschätzen.

Behandlung

Ein akuter Abszess muss operativ eröffnet und entleert werden, um die Schmerzen rasch zu lindern und die Ausbreitung der Entzündung zu verhindern. Im chronischen, beschwerdearmen Stadium kann zunächst eine sorgfältige Haarentfernung und Hygiene der betroffenen Region versucht werden. Bei wiederkehrenden Entzündungen wird eine operative Entfernung des gesamten betroffenen Gewebes mit den zugrunde liegenden Gängen empfohlen, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.

Verlauf und Prognose

Nach der operativen Entfernung des betroffenen Gewebes heilt die Wunde meist innerhalb mehrerer Wochen, wobei je nach OP-Verfahren eine offene Wundbehandlung mit regelmäßigem Verbandwechsel notwendig sein kann. Ohne vollständige operative Entfernung besteht ein erhöhtes Risiko für ein erneutes Auftreten der Entzündung. Durch regelmäßige Haarentfernung in der betroffenen Region und gute Hygiene lässt sich das Rückfallrisiko zusätzlich senken.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Muss jede Pilonidalzyste operiert werden?

Ein akuter Abszess muss operativ eröffnet werden, im chronischen, beschwerdearmen Stadium kann zunächst eine konsequente Haarentfernung und Hygiene versucht werden.

Warum sind vor allem junge Männer betroffen?

Weil starke Körperbehaarung, langes Sitzen und eine tiefe Gesäßfalte das Eindringen von Haaren in die Haut begünstigen, was bei jungen Männern besonders häufig zusammentrifft.

Wie lange dauert die Wundheilung nach der Operation?

In der Regel mehrere Wochen, wobei je nach Operationsverfahren eine offene Wundbehandlung mit regelmäßigem Verbandwechsel notwendig sein kann.

Kann man einem erneuten Auftreten vorbeugen?

Ja, durch regelmäßige Haarentfernung in der betroffenen Region und sorgfältige Hygiene lässt sich das Rückfallrisiko deutlich senken.

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