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Frauengesundheit

Pathologische Zustände der Plazenta

Pathologische Zustände der Plazenta umfassen verschiedene strukturelle oder funktionelle Veränderungen des Mutterkuchens, die dessen Aufgabe, das ungeborene Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, beeinträchtigen können. Je nach Art und Ausmaß der Veränderung reicht das Spektrum von klinisch bedeutungslosen Zufallsbefunden bis zu ernsten Komplikationen für Mutter und Kind.

Ursachen

Zu den möglichen Veränderungen zählen eine unzureichende Durchblutung der Plazenta, etwa im Rahmen einer Präeklampsie, eine abnorme Anheftung der Plazenta an der Gebärmutterwand, Ablagerungen von Kalk oder Fibrin im Plazentagewebe sowie eine vorzeitige Ablösung der Plazenta von der Gebärmutterwand. Rauchen, Bluthochdruck sowie eine vorausgegangene Operation an der Gebärmutter erhöhen das Risiko für bestimmte dieser Veränderungen.

Symptome

Viele Plazentaveränderungen verursachen zunächst keine eigenen Beschwerden bei der Mutter und werden im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung zufällig entdeckt. Eine unzureichende Plazentafunktion kann sich durch ein vermindertes Wachstum des ungeborenen Kindes bemerkbar machen, eine vorzeitige Plazentaablösung verursacht typischerweise plötzliche, starke Bauchschmerzen und vaginale Blutungen.

Diagnostik

Eine Ultraschalluntersuchung mit Beurteilung von Struktur, Lage und Durchblutung der Plazenta ist die wichtigste Untersuchung. Bei Verdacht auf eine unzureichende Plazentafunktion wird zusätzlich das Wachstum des Kindes engmaschig kontrolliert, eine Dopplersonografie der versorgenden Blutgefäße gibt weitere Hinweise auf die Durchblutungssituation.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach Art und Schweregrad der Veränderung: Bei einer unzureichenden Plazentafunktion werden engmaschige Kontrollen von Mutter und Kind durchgeführt, bei ausgeprägter Beeinträchtigung kann eine vorzeitige Entbindung notwendig werden. Eine vorzeitige Plazentaablösung stellt einen akuten Notfall dar, der eine sofortige Entbindung, meist per Kaiserschnitt, erfordert.

Verlauf und Prognose

Bei leichteren, klinisch unbedeutsamen Veränderungen ist die Prognose für Mutter und Kind meist sehr gut. Bei einer ausgeprägten Beeinträchtigung der Plazentafunktion oder einer akuten Ablösung hängt die Prognose entscheidend von der Schnelligkeit der Erkennung und Behandlung ab, weshalb regelmäßige Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen wichtig sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Verursachen Plazentaveränderungen immer Beschwerden?

Nein, viele Veränderungen verursachen zunächst keine eigenen Beschwerden und werden zufällig im Ultraschall entdeckt.

Was ist ein Warnzeichen für eine vorzeitige Plazentaablösung?

Plötzliche, starke Bauchschmerzen zusammen mit vaginalen Blutungen erfordern eine sofortige ärztliche Abklärung.

Wie wird eine unzureichende Plazentafunktion erkannt?

Durch ein vermindertes Wachstum des ungeborenen Kindes sowie durch eine Dopplersonografie der versorgenden Blutgefäße.

Warum sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig?

Weil sie helfen, Plazentaveränderungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu ernsten Komplikationen für Mutter und Kind führen.

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