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Vergiftungen

Vergiftung durch Oxytozin und ähnlich wirkende Wehenmittel

Oxytozin und verwandte Wirkstoffe wie Prostaglandine oder Mutterkornalkaloide werden zur Einleitung und Verstärkung der Wehen und zur Blutstillung nach der Geburt eingesetzt. Sie werden unter ärztlicher Überwachung gegeben. Überdosierungen können Mutter und Kind gefährden.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosierung, zu schnelle Infusion, Überempfindlichkeit der Gebärmutter, zusätzliche Gabe verwandter Wirkstoffe und Verwechslungen. Bei Oxytozin kommt es bei großer Flüssigkeitszufuhr zur Wasserintoxikation.

Symptome

Zeichen sind überstarke, sehr häufige oder dauerhafte Wehen mit heftigen Schmerzen. Für das Kind besteht Sauerstoffmangel mit auffälligen Herztönen, für die Mutter drohen Gebärmutterriss, Blutdruckabfall, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen. Durch Wasserintoxikation kommen Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit hinzu. Mutterkornpräparate verursachen Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen.

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Diagnostik

Wehen und kindliche Herztöne werden mit dem Kardiotokogramm überwacht. Blutdruck, Puls, Natrium und Flüssigkeitshaushalt der Mutter werden kontrolliert.

Behandlung

Die Zufuhr wird sofort gestoppt. Die Mutter wird auf die Seite gelagert, Sauerstoff gegeben und bei Bedarf wehenhemmende Medikamente eingesetzt. Natriummangel wird ausgeglichen und Krampfanfälle behandelt. Bei bedrohlichem Zustand des Kindes kann ein rascher Kaiserschnitt nötig sein. Außerhalb der Klinik ist der Notruf 112 zu wählen.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitigem Stopp erholen sich Mutter und Kind meist ohne Folgen. Gebärmutterriss und Sauerstoffmangel des Kindes sind ernste Komplikationen. Vorbeugend werden Wehenmittel niedrig dosiert, überwacht und in kontrollierter Menge gegeben.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo werden Wehenmittel gegeben?

Unter Überwachung in der Klinik oder Geburtshilfe.

Was bedeutet Wasserintoxikation?

Zu viel Flüssigkeit verdünnt das Natrium im Blut, was Krämpfe und Bewusstlosigkeit verursachen kann.

Wie erkennt man Überstimulation?

An sehr häufigen oder dauerhaften Wehen und auffälligen Herztönen des Kindes.

Was passiert bei Überdosierung?

Die Zufuhr wird gestoppt und Mutter und Kind werden engmaschig überwacht.

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