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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Ophthalmomyiasis (Fliegenmadenbefall des Auges)

Die Ophthalmomyiasis bezeichnet den Befall des Auges oder der umgebenden Gewebe durch die Larven bestimmter Fliegenarten. Sie ist selten, kommt aber vor allem in warmen, tropischen Regionen vor und kann je nach Ausmaß des Befalls von einer harmlosen äußeren Reizung bis zu einer ernsthaften Bedrohung des Sehvermögens reichen.

Ursachen

Fliegen legen ihre Eier in der Nähe des Auges ab, aus denen sich Larven entwickeln, die entweder oberflächlich auf der Bindehaut verbleiben oder, seltener, tiefer in das Augengewebe eindringen. Aufenthalte im Freien in ländlichen, tropischen Regionen ohne ausreichenden Schutz begünstigen den Befall.

Symptome

Bei oberflächlichem Befall stehen Fremdkörpergefühl, Rötung, Tränenfluss und Juckreiz im Vordergrund. Dringen die Larven tiefer in das Augengewebe ein, können Sehstörungen, ausgeprägte Schmerzen und eine Schwellung der Augenumgebung auftreten, die eine dringliche augenärztliche Behandlung erfordern.

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Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung mit der Spaltlampe, bei der die Larven direkt sichtbar werden können. Bei Verdacht auf einen tieferen Befall wird zusätzlich eine bildgebende Untersuchung des Auges veranlasst.

Behandlung

Oberflächlich sitzende Larven werden vorsichtig ärztlich entfernt, meist nach örtlicher Betäubung des Auges. Bei tieferem Befall kann eine spezialisierte augenärztliche, mitunter operative Behandlung erforderlich sein, um das Sehvermögen zu erhalten.

Verlauf und Prognose

Bei oberflächlichem Befall und rechtzeitiger Entfernung der Larven ist die Prognose sehr gut. Bei tieferem Befall hängt die Prognose vom Ausmaß der Gewebeschädigung ab, weshalb eine rasche augenärztliche Behandlung entscheidend für den Erhalt des Sehvermögens ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist eine Ophthalmomyiasis immer gefährlich für das Auge?

Bei oberflächlichem Befall meist nicht, bei tieferem Eindringen der Larven kann jedoch das Sehvermögen bedroht sein.

Wie werden die Larven entfernt?

Ärztlich, meist nach örtlicher Betäubung des Auges, um eine Verletzung zu vermeiden.

Wo besteht ein erhöhtes Risiko?

Bei Aufenthalten im Freien in ländlichen, tropischen Regionen ohne ausreichenden Augenschutz.

Welche Warnzeichen erfordern rasche augenärztliche Hilfe?

Sehstörungen, ausgeprägte Schmerzen oder eine Schwellung der Augenumgebung.

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