Oberarmschaftfraktur
Die Oberarmschaftfraktur ist ein Bruch des Oberarmknochens im mittleren Schaftbereich, der meist durch einen direkten Schlag, einen Sturz auf den ausgestreckten Arm oder eine Verdrehung des Arms entsteht. Da der Radialnerv in unmittelbarer Nähe des Oberarmschafts verläuft, kann eine solche Fraktur mit einer Schädigung dieses Nervs einhergehen, die die Streckung der Hand beeinträchtigt.
Ursachen
Häufigste Ursachen sind Stürze, Sportunfälle oder direkte Schläge auf den Oberarm, seltener entsteht der Bruch durch eine starke Verdrehung des Arms bei sportlicher Belastung. Bei älteren Menschen mit vermindertert Knochendichte genügt mitunter bereits ein geringeres Trauma.
Symptome
Im Vordergrund stehen starke Schmerzen, eine Schwellung und häufig eine sichtbare Fehlstellung des Oberarms, verbunden mit einer deutlichen Bewegungseinschränkung. Kann die Hand nicht mehr im Handgelenk gestreckt werden, deutet dies auf eine begleitende Schädigung des nahegelegenen Radialnervs hin.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Röntgenaufnahme des Oberarms gesichert, die Lage und Ausmaß des Bruchs zeigt. Die klinische Untersuchung prüft gezielt die Funktion des Radialnervs sowie die Durchblutung des Arms, um mögliche Begleitverletzungen frühzeitig zu erkennen.
Behandlung
Viele Oberarmschaftfrakturen können konservativ mit einer speziellen, stabilisierenden Schienenbehandlung ausheilen, da der Oberarm im Unterschied zu tragenden Knochen der Beine keiner Belastung durch Körpergewicht ausgesetzt ist. Bei ausgeprägter Fehlstellung, begleitender Nervenschädigung oder bestimmten Bruchformen wird eine operative Stabilisierung durchgeführt.
Verlauf und Prognose
Die meisten Oberarmschaftfrakturen heilen gut aus, auch bei konservativer Behandlung. Eine begleitende Radialisnervenschädigung bildet sich in den meisten Fällen innerhalb einiger Wochen bis Monate spontan zurück, in selteneren Fällen kann eine operative Freilegung des Nervs erforderlich werden.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Oberarmschaftfraktur: Ursachen, Symptome, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Muss eine Oberarmschaftfraktur immer operiert werden?
Nein, viele Brüche können konservativ mit einer stabilisierenden Schiene behandelt werden.
Was bedeutet es, wenn die Hand nicht mehr gestreckt werden kann?
Dies deutet auf eine begleitende Schädigung des nahegelegenen Radialnervs hin, die meist ärztlich überwacht wird.
Bildet sich eine Nervenschädigung von selbst zurück?
In den meisten Fällen ja, innerhalb einiger Wochen bis Monate.
Warum ist bei dieser Fraktur keine Belastung wie bei Beinbrüchen zu beachten?
Weil der Oberarm im Unterschied zu den tragenden Beinknochen nicht durch das Körpergewicht belastet wird.
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