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Häufige Erkrankungen

Myasthenia gravis

Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel stört. Betroffene erleben eine belastungsabhängige Muskelschwäche, die sich im Tagesverlauf und bei Anstrengung verschlechtert.

Wie die Erkrankung entsteht

Das Immunsystem bildet Antikörper gegen Strukturen an der Verbindungsstelle zwischen Nerv und Muskel, wodurch die Signalübertragung gestört wird und die Muskeln bei anhaltender Belastung zunehmend schwächer reagieren.

Typische Beschwerden

Hängende Augenlider, Doppelbilder, Schluck- und Sprechschwierigkeiten sowie Muskelschwäche in Armen und Beinen, die sich im Tagesverlauf und bei Belastung verschlechtert und nach Ruhe wieder bessert.

Warum die Beschwerden so wechselhaft sind

Anders als bei vielen anderen Muskelerkrankungen schwankt die Muskelschwäche bei Myasthenia gravis charakteristischerweise stark — morgens nach dem Schlafen sind viele Betroffene deutlich kräftiger als am Abend nach einem anstrengenden Tag.

Die myasthene Krise als Notfall

In seltenen Fällen kann eine ausgeprägte Schwäche der Atemmuskulatur zu einer lebensbedrohlichen myasthenen Krise mit Atemversagen führen — bei zunehmender Atemnot oder starker Schluckschwäche muss sofort ärztliche Notfallhilfe gesucht werden.

Behandlung

Medikamente, die die Signalübertragung an der Muskelverbindung verbessern, sowie immununterdrückende Therapien zur Kontrolle der zugrunde liegenden Autoimmunreaktion bilden die Grundlage der Behandlung — bei vielen Betroffenen lassen sich die Symptome dadurch gut kontrollieren.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum verschlechtert sich die Muskelschwäche im Tagesverlauf?

Weil die gestörte Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel bei anhaltender Belastung zunehmend versagt und sich erst nach Ruhephasen wieder erholt.

Ist Myasthenia gravis lebensbedrohlich?

In der Regel gut behandelbar, in seltenen Fällen kann jedoch eine myasthene Krise mit Atemversagen auftreten, die ein Notfall ist.

Wie wird Myasthenia gravis behandelt?

Mit Medikamenten, die die Signalübertragung verbessern, sowie immununterdrückenden Therapien.

Welche Symptome treten häufig zuerst auf?

Hängende Augenlider und Doppelbilder gehören oft zu den ersten Anzeichen.

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