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Vergiftungen

Vergiftung durch Muskelrelaxanzien (neuromuskuläre Blocker)

Neuromuskuläre Blocker wie Rocuronium, Succinylcholin oder Atracurium lähmen die Skelettmuskulatur, damit bei Operationen und Intubation Muskelspannung ausgeschaltet ist. Sie wirken nur bei kontrollierter Beatmung sicher. Überdosierungen und verlängerte Wirkung treten fast nur im Klinikbereich auf.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosis, verzögerter Abbau bei Leber- und Nierenschwäche oder angeborenem Enzymmangel, Wechselwirkungen mit Antibiotika und Magnesium sowie Verwechslungen. Bei Succinylcholin kann selten eine maligne Hyperthermie mit gefährlichem Temperaturanstieg auftreten.

Symptome

Betroffene sind bei Bewusstsein gelähmt, wenn die Narkose zu flach ist, oder atmen nach der Operation nicht ausreichend. Es zeigen sich Muskelschwäche, flache Atmung, Schluckstörung und Atemstillstand. Bei Succinylcholin können Kaliumanstieg mit Herzrhythmusstörungen und Muskelzerfall folgen.

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Diagnostik

Die Muskelkraft wird durch Nervenstimulation gemessen. Blutgase, Kalium, Körpertemperatur und Kreislauf werden überwacht.

Behandlung

Entscheidend ist die Sicherung der Atemwege und Beatmung, bis die Wirkung nachlässt. Als Gegenmittel stehen bei bestimmten Wirkstoffen Sugammadex oder Neostigmin zur Verfügung. Bei maligner Hyperthermie wird Dantrolen gegeben und der Körper gekühlt. Notfälle außerhalb der Klinik erfordern den Notruf 112 und Wiederbelebung.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Beatmung erholen sich Betroffene vollständig. Ohne Atemunterstützung besteht Lebensgefahr. Vorbeugend werden Wirkung gemessen, Dosis angepasst und Risikofaktoren vor der Narkose erfasst.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die Hauptgefahr?

Der Atemstillstand, wenn nicht beatmet wird.

Gibt es Gegenmittel?

Ja, zum Beispiel Sugammadex für bestimmte Wirkstoffe.

Was ist eine maligne Hyperthermie?

Eine seltene lebensbedrohliche Narkosekomplikation mit Muskelsteife und Fieber.

Kommt das außerhalb der Klinik vor?

Nur sehr selten, die Mittel werden praktisch nur unter klinischer Aufsicht eingesetzt.

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