Mekoniumpfropf-Syndrom
Das Mekoniumpfropf-Syndrom ist ein vorübergehender Darmverschluss beim Neugeborenen, bei dem sich zäher Erststuhl, das sogenannte Mekonium, im unteren Dickdarm zu einem festen Pfropf verdichtet und den Stuhlabgang blockiert. Im Unterschied zu angeborenen Fehlbildungen des Darms lässt es sich meist ohne Operation beheben.
Ursachen
Die genaue Ursache ist häufig nicht bekannt. Begünstigt wird das Syndrom durch eine Unreife des Darms bei früh geborenen Kindern sowie gelegentlich durch eine zugrunde liegende Erkrankung wie die Mukoviszidose, die die Zähigkeit des Mekoniums erhöhen kann.
Symptome
Betroffene Neugeborene zeigen einen aufgetriebenen Bauch, ausbleibenden oder verzögerten Abgang des ersten Stuhls sowie gelegentlich Erbrechen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Röntgenuntersuchung des Bauchraums sowie einen Kontrastmitteleinlauf gestellt, der gleichzeitig oft auch zur Behandlung genutzt werden kann. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Mukoviszidose wird ein entsprechender Test durchgeführt.
Behandlung
Die Behandlung besteht meist in einem Kontrastmitteleinlauf, durch den sich der Mekoniumpfropf löst und abgeht. In den meisten Fällen ist keine Operation notwendig.
Verlauf und Prognose
Mit der Lösung des Pfropfes bessern sich die Beschwerden meist rasch und die Prognose ist sehr gut. Bei zugrunde liegender Mukoviszidose ist eine weiterführende Betreuung der Grunderkrankung wichtig.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Mekoniumpfropf-Syndrom: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist das Mekoniumpfropf-Syndrom?
Ein vorübergehender Darmverschluss durch zähen Erststuhl, der den Stuhlabgang blockiert.
Welche Erkrankung kann dahinterstehen?
Gelegentlich die Mukoviszidose, die die Zähigkeit des Mekoniums erhöhen kann.
Wie wird das Syndrom behandelt?
Meist durch einen Kontrastmitteleinlauf, der den Pfropf löst.
Ist meist eine Operation notwendig?
Nein, in den meisten Fällen nicht.
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