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Vergiftungen

Manganvergiftung

Die Manganvergiftung entsteht durch die langfristige Einatmung von Manganstaub oder -dämpfen, wie sie bei bestimmten Schweiß- und Metallverarbeitungsprozessen sowie im Bergbau entstehen können. Während geringe Mengen Mangan für den Körper notwendig sind, kann eine langjährige berufliche Überbelastung zu einer bleibenden, parkinsonähnlichen Bewegungsstörung führen.

Ursachen

Ursache ist eine über Jahre anhaltende Einatmung von Manganstaub oder -dämpfen, insbesondere bei Schweißarbeiten an manganhaltigen Stählen, im Bergbau oder in der Stahlproduktion. Das eingeatmete Mangan sammelt sich im Gehirn an, insbesondere in den für die Bewegungssteuerung wichtigen Hirnregionen.

Symptome

In frühen Stadien treten unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen auf. Im weiteren Verlauf entwickelt sich eine der Parkinson-Krankheit ähnliche Bewegungsstörung mit verlangsamten Bewegungen, Muskelsteifigkeit und Gangunsicherheit, die sich im Unterschied zur eigentlichen Parkinson-Krankheit meist nicht durch die üblichen Parkinson-Medikamente bessert.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Arbeitsanamnese mit langjähriger Manganexposition sowie eine neurologische Untersuchung der Bewegungsstörung. Eine Magnetresonanztomografie des Gehirns kann charakteristische Manganablagerungen sowie eine Bildgebung des Blutes den Mangangehalt zeigen.

Behandlung

Die wichtigste Maßnahme ist die sofortige und dauerhafte Beendigung der weiteren Manganexposition, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Eine spezifische, die Bewegungsstörung rückgängig machende Behandlung existiert nur eingeschränkt, unterstützende physiotherapeutische Maßnahmen können die Beweglichkeit verbessern.

Verlauf und Prognose

Die durch Mangan verursachte Bewegungsstörung bleibt auch nach Beendigung der Exposition meist bestehen und kann sich in manchen Fällen sogar noch weiter verschlechtern. Eine frühzeitige Erkennung und konsequente Vermeidung weiterer Exposition ist daher entscheidend, um das Ausmaß der bleibenden Beeinträchtigung möglichst gering zu halten.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum wird die Manganvergiftung manchmal mit der Parkinson-Krankheit verwechselt?

Weil sie eine sehr ähnliche Bewegungsstörung mit verlangsamten Bewegungen und Muskelsteifigkeit verursacht.

Bessert sich die Bewegungsstörung mit Parkinson-Medikamenten?

In der Regel nicht, im Unterschied zur eigentlichen Parkinson-Krankheit.

Wer ist besonders gefährdet?

Menschen mit langjähriger beruflicher Exposition, etwa Schweißerinnen und Schweißer an manganhaltigen Stählen oder im Bergbau.

Bildet sich die Bewegungsstörung nach Beendigung der Exposition zurück?

Meist nicht vollständig, sie kann sich in manchen Fällen sogar weiter verschlechtern.

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