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Augen & Sehkraft

Leukoma adhaerens

Das Leukoma adhaerens bezeichnet eine weißliche, undurchsichtige Hornhautnarbe, die zusätzlich mit der darunterliegenden Regenbogenhaut, der Iris, verwachsen ist. Diese besondere Form der Hornhautnarbe entsteht typischerweise, wenn eine tiefe, die gesamte Hornhautwand durchdringende Verletzung oder ein durchgebrochenes Hornhautgeschwür dazu führt, dass sich die Iris in den entstandenen Defekt vorwölbt sowie mit der heilenden Hornhautnarbe fest verwächst. Ein Leukoma adhaerens kann je nach Größe sowie Lage die Sehschärfe erheblich beeinträchtigen sowie zusätzlich den Augeninnendruck negativ beeinflussen.

Ursachen

Das Leukoma adhaerens entsteht durch eine tiefe, die gesamte Hornhautwand durchdringende Verletzung, insbesondere eine perforierende Augenverletzung, oder durch ein fortgeschrittenes, durchgebrochenes Hornhautgeschwür, bei dem sich die Iris durch den entstandenen Defekt in die Hornhaut vorwölbt. Während der anschließenden Vernarbung verwächst die vorgefallene Iris fest mit dem heilenden Hornhautgewebe, wodurch die charakteristische, mit der Iris verwachsene Narbe entsteht.

Symptome

Das Leukoma adhaerens äußert sich durch eine sichtbare, weißliche Trübung der Hornhaut, die je nach Lage sowie Größe eine unterschiedlich stark ausgeprägte Sehverschlechterung verursacht. Eine begleitende Verziehung der Pupille durch die verwachsene Iris kann zusätzlich auftreten. Bei einer durch die Verwachsung bedingten Störung des Kammerwasserabflusses kann sich zusätzlich ein erhöhter Augeninnendruck sowie ein sekundäres Glaukom entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose des Leukoma adhaerens wird durch eine augenärztliche Untersuchung mittels Spaltlampe gestellt, bei der die charakteristische, mit der Iris verwachsene Hornhautnarbe direkt sichtbar gemacht wird. Eine Messung des Augeninnendrucks sowie eine Prüfung der Sehschärfe ergänzen die Untersuchung, um das Ausmaß der funktionellen Beeinträchtigung sowie eine mögliche Begleitkomplikation, insbesondere ein sekundäres Glaukom, zu erfassen.

Behandlung

Die Behandlung des Leukoma adhaerens richtet sich nach dem Ausmaß der Sehbeeinträchtigung sowie einer möglichen Begleitkomplikation, wobei bei geringer, funktionell unbedeutsamer Trübung häufig keine spezifische Behandlung notwendig ist. Bei einer erheblichen Sehbeeinträchtigung kann eine operative Trennung der verwachsenen Iris von der Hornhautnarbe sowie, bei ausgedehnter zentraler Trübung, eine Hornhauttransplantation erwogen werden. Ein begleitend erhöhter Augeninnendruck wird gezielt medikamentös oder operativ behandelt.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Leukoma adhaerens hängt von der Größe sowie Lage der Narbe sowie dem Vorliegen einer Begleitkomplikation, insbesondere eines erhöhten Augeninnendrucks, ab. Bei einer kleinen, außerhalb des zentralen Sehbereichs gelegenen Narbe ist die funktionelle Beeinträchtigung häufig gering, während eine ausgedehnte, zentral gelegene Trübung die Sehschärfe erheblich einschränken kann. Eine regelmäßige augenärztliche Verlaufskontrolle, insbesondere zur Überwachung des Augeninnendrucks, wird empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist das Besondere am Leukoma adhaerens?

Die Hornhautnarbe ist zusätzlich mit der Regenbogenhaut verwachsen.

Wodurch entsteht es meist?

Durch eine tiefe, durchdringende Hornhautverletzung oder ein durchgebrochenes Geschwür.

Welche Komplikation kann zusätzlich auftreten?

Ein erhöhter Augeninnendruck durch gestörten Kammerwasserabfluss.

Wie wird eine erhebliche Sehbeeinträchtigung behandelt?

Durch operative Trennung der Verwachsung oder eine Hornhauttransplantation.

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