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Kinder & Jugendliche

Laryngomalazie

Die Laryngomalazie ist die häufigste angeborene Ursache eines lauten, ziehenden Atemgeräuschs (Stridor) bei Säuglingen. Ursächlich ist eine noch unzureichend ausgereifte Knorpelstruktur des Kehlkopfs, die beim Einatmen leichter als üblich in sich zusammenfällt und dadurch die Atemwege vorübergehend verengt. Die Erkrankung ist in den meisten Fällen harmlos und wächst sich im Laufe der ersten Lebensmonate von selbst aus.

Ursachen

Die genaue Ursache der verzögerten Knorpelreifung ist nicht vollständig geklärt, sie gilt jedoch als vorübergehende Entwicklungsverzögerung des Stützgewebes im Kehlkopfbereich, die sich mit zunehmendem Alter von selbst normalisiert. Eine begleitende Refluxkrankheit kann die Beschwerden verstärken, da der Reflux zusätzlich zu einer Reizung und Schwellung im Kehlkopfbereich beitragen kann.

Symptome

Kennzeichnend ist ein hochfrequentes, ziehendes Atemgeräusch beim Einatmen, das meist in den ersten Lebenswochen beginnt, sich in den folgenden Monaten verstärken kann und sich typischerweise beim Liegen auf dem Rücken, beim Füttern, Weinen oder bei Aufregung verstärkt. Die meisten betroffenen Säuglinge trinken und gedeihen trotz des auffälligen Geräuschs normal. Bei einem kleineren Teil kann die Verengung so ausgeprägt sein, dass sie zu Trinkschwierigkeiten, unzureichender Gewichtszunahme oder deutlicheren Atembeschwerden führt.

Diagnostik

Die Diagnose wird durch eine direkte Betrachtung des Kehlkopfs mittels eines dünnen, flexiblen Endoskops gestellt, das durch die Nase eingeführt wird und die typische, in sich zusammenfallende Struktur des Kehlkopfeingangs beim Einatmen zeigt. Bei unauffälligem Trinkverhalten und normaler Gewichtszunahme ist häufig keine weitere Diagnostik notwendig; bei ausgeprägteren Beschwerden werden zusätzlich eine mögliche Refluxkrankheit sowie andere Ursachen für Atemgeräusche abgeklärt.

Behandlung

Die meisten Fälle benötigen keine spezifische Behandlung, da sich die Beschwerden mit fortschreitender Knorpelreifung von selbst zurückbilden. Bei begleitender Refluxkrankheit kann eine entsprechende Behandlung die Beschwerden lindern. In den seltenen, schweren Fällen mit deutlichen Trinkschwierigkeiten, unzureichender Gewichtszunahme oder erheblicher Atembehinderung kann eine operative Korrektur des überschüssigen, in die Atemwege fallenden Gewebes notwendig werden.

Verlauf und Prognose

Bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Säuglinge bessert sich das Atemgeräusch deutlich bis zum Ende des ersten Lebensjahres, meist zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat, wenn die Knorpelstruktur des Kehlkopfs ausreichend gefestigt ist. Nur ein kleiner Teil mit schwerem Verlauf benötigt eine operative Behandlung. Eltern sollten bei zunehmenden Atembeschwerden, schlechter Gewichtszunahme oder bläulicher Hautverfärbung ärztlichen Rat suchen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist das laute Atemgeräusch gefährlich?

In den meisten Fällen nicht, es handelt sich um ein harmloses, sich von selbst zurückbildendes Phänomen; bei zusätzlichen Warnzeichen wie schlechter Gewichtszunahme sollte jedoch ärztlicher Rat gesucht werden.

Wann wächst sich die Laryngomalazie aus?

Meist bis zum Ende des ersten Lebensjahres, häufig zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat, wenn sich die Kehlkopfknorpel ausreichend gefestigt haben.

Warum verstärkt sich das Geräusch beim Liegen auf dem Rücken?

In dieser Position fällt das noch weiche Kehlkopfgewebe durch die Schwerkraft leichter in die Atemwege, was das Geräusch verstärkt.

Muss jedes Kind mit Laryngomalazie operiert werden?

Nein, nur ein kleiner Teil mit schwerem Verlauf und deutlichen Trink- oder Atembeschwerden benötigt eine operative Behandlung.

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