Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Allergie & Stoffwechsel

Kupfermangel

Der Kupfermangel bezeichnet einen Mangel des essentiellen Spurenelements Kupfer, das der Körper in geringen Mengen für zahlreiche wichtige Stoffwechselprozesse benötigt, insbesondere für die Blutbildung, die Funktion des Immunsystems sowie den Aufbau von Bindegewebe sowie Nervenzellen. Ein Kupfermangel ist beim Menschen vergleichsweise selten, da der tägliche Bedarf durch eine normale, ausgewogene Ernährung in aller Regel gut gedeckt wird, kann jedoch bei bestimmten Grunderkrankungen oder nach speziellen medizinischen Eingriffen auftreten sowie zu einem breiten Spektrum an Beschwerden führen.

Ursachen

Der Kupfermangel entsteht am häufigsten durch eine gestörte Aufnahme im Darm, insbesondere nach einer Magenbypass-Operation zur Gewichtsreduktion, bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder einer Zöliakie. Eine übermäßige Zinkzufuhr, etwa durch hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel, kann die Kupferaufnahme ebenfalls beeinträchtigen, da beide Spurenelemente über ähnliche Aufnahmewege konkurrieren. Selten kann auch eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung, insbesondere bei einer über lange Zeit ausschließlich künstlich ernährten Person, einen Kupfermangel verursachen.

Symptome

Der Kupfermangel äußert sich durch eine Blutarmut, die sich durch Müdigkeit sowie eine verminderte Leistungsfähigkeit bemerkbar macht, sowie eine verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen mit begleitender erhöhter Infektanfälligkeit. Neurologische Beschwerden, insbesondere ein unsicherer Gang sowie ein Kribbeln in den Extremitäten, können bei ausgeprägtem, länger bestehendem Mangel zusätzlich auftreten. Eine Entkalkung der Knochen sowie eine gestörte Wundheilung können den Mangel ebenfalls begleiten.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose des Kupfermangels wird durch eine Blutuntersuchung mit Bestimmung des Kupferspiegels sowie eines kupferhaltigen Transportproteins gestellt. Eine sorgfältige Anamnese, insbesondere nach einer vorausgegangenen Magenoperation, chronischen Darmerkrankungen oder einer übermäßigen Zinkeinnahme, unterstützt die Suche nach der zugrunde liegenden Ursache.

Behandlung

Die Behandlung des Kupfermangels besteht in einer gezielten Kupfersubstitution, die je nach Ausprägung des Mangels sowie der zugrunde liegenden Ursache oral oder intravenös erfolgen kann. Eine zugrunde liegende Ursache, insbesondere eine übermäßige Zinkzufuhr, wird durch eine entsprechende Anpassung behoben.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Kupfermangels ist bei rechtzeitiger Erkennung sowie gezielter Substitution gut, wobei sich die Blutbildveränderungen sowie die erhöhte Infektanfälligkeit unter Behandlung deutlich bessern. Bereits eingetretene neurologische Beschwerden können sich bei rechtzeitiger Behandlung teilweise zurückbilden, wobei ein lange bestehender, unbehandelter Mangel zu bleibenden neurologischen Schäden führen kann, weshalb eine frühzeitige Diagnosestellung von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine häufige Ursache des Kupfermangels?

Eine gestörte Aufnahme im Darm, etwa nach einer Magenbypass-Operation.

Was kann die Kupferaufnahme zusätzlich beeinträchtigen?

Eine übermäßige Zinkzufuhr.

Welche Blutveränderung tritt auf?

Eine Blutarmut mit erhöhter Infektanfälligkeit.

Wie wird der Mangel behandelt?

Durch eine gezielte Kupfersubstitution, oral oder intravenös.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen