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Weitere Notfälle

Klinische Kategorien der HIV-Krankheit

Die HIV-Infektion verläuft unbehandelt in Stadien, die anhand von Beschwerden und Begleiterkrankungen in klinische Kategorien eingeteilt werden. Üblich ist die Einteilung in die Kategorien A, B und C, die zusätzlich mit der Zahl der Helferzellen im Blut kombiniert wird. Sie dient der Verständigung unter Fachleuten und der Einschätzung des Krankheitsstadiums. Dank moderner Therapie erreichen heute die meisten Betroffenen ein Leben mit guter Gesundheit, sodass fortgeschrittene Stadien seltener geworden sind.

Ursachen

Die Stadien spiegeln wider, wie stark das Immunsystem durch das Virus geschädigt ist. Ohne Behandlung vermehrt sich das Virus, zerstört Helferzellen und führt zu zunehmender Abwehrschwäche. Wie schnell dies geschieht, ist individuell verschieden. Eine wirksame antiretrovirale Therapie verhindert das Fortschreiten und ermöglicht die Erholung des Immunsystems.

Symptome

Kategorie A umfasst die akute HIV-Infektion mit grippeähnlichen Beschwerden, den beschwerdefreien Zustand und persistierende Lymphknotenschwellungen. Kategorie B enthält Beschwerden und Erkrankungen, die auf eine Abwehrschwäche hinweisen, aber nicht zu den AIDS-definierenden zählen, etwa wiederkehrender Mundsoor, Gürtelrose, lang anhaltendes Fieber oder Durchfall, Gewichtsverlust. Kategorie C umfasst AIDS-definierende Erkrankungen wie bestimmte Lungenentzündungen, Toxoplasmose des Gehirns, Tuberkulose, Zytomegalie-Infektionen oder bestimmte Tumoren.

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Diagnostik

Die Einordnung erfolgt durch ärztliche Untersuchung, Erfassung der Krankengeschichte und Blutuntersuchungen. Die Zahl der CD4-Helferzellen wird in drei Stufen unterteilt, die Viruslast zeigt die Virusmenge. Aus klinischer Kategorie und Zellzahl ergibt sich die Stadieneinteilung, die Hinweise auf notwendige Vorbeugung gegen Begleitinfektionen gibt.

Behandlung

Grundlage ist die antiretrovirale Therapie mit einer Kombination mehrerer Medikamente, die die Viruslast unter die Nachweisgrenze senkt. Bei fortgeschrittener Abwehrschwäche werden zusätzlich Medikamente zur Vorbeugung bestimmter Infektionen gegeben, und auftretende Begleiterkrankungen werden gezielt behandelt. Regelmäßige Kontrollen und Beratung gehören zur Betreuung.

Verlauf und Prognose

Unter wirksamer Therapie können Betroffene ein weitgehend normales Leben mit nahezu normaler Lebenserwartung führen, die Abwehrzellen erholen sich meist. Ein früher Therapiebeginn verbessert die Aussichten. Wer unter der Nachweisgrenze bleibt, überträgt das Virus beim Geschlechtsverkehr nicht. Die Stadieneinteilung bleibt bestehen, auch wenn sich die Gesundheit unter Therapie deutlich bessert.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wofür stehen die Kategorien A, B und C?

A steht für akute oder beschwerdefreie Infektion, B für Beschwerden bei Abwehrschwäche ohne AIDS-definierende Erkrankung und C für AIDS-definierende Erkrankungen.

Bedeutet Kategorie C automatisch eine schlechte Prognose?

Nein, auch in fortgeschrittenen Stadien führt eine wirksame Therapie in der Regel zur Besserung.

Welche Rolle spielen die Helferzellen?

Ihre Zahl zeigt, wie stark das Immunsystem geschwächt ist, und wird zur Stadieneinteilung genutzt.

Kann man mit HIV ein normales Leben führen?

Ja, unter wirksamer Therapie haben die meisten Betroffenen eine nahezu normale Lebenserwartung.

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