Hydrocephalus communicans
Der Hydrocephalus communicans ist eine Erweiterung der mit Nervenwasser gefüllten Hirnkammern, bei der die Kammern untereinander frei verbunden bleiben. Die Ursache liegt in einer gestörten Rückresorption des Nervenwassers, nicht in einem Abflusshindernis.
Ursachen
Eine vorausgegangene Hirnhautentzündung, eine Hirnblutung im Bereich der Nervenwasserräume oder eine altersbedingte verminderte Rückresorptionsfähigkeit können zu einer gestörten Aufnahme des Nervenwassers führen.
Symptome
Betroffene entwickeln je nach Alter unterschiedliche Beschwerden: bei älteren Menschen häufig eine Trias aus Gangstörung, Harninkontinenz und nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Computertomographie oder Kernspinuntersuchung des Kopfes gestellt, mit der sich die erweiterten Hirnkammern darstellen lassen.
Behandlung
Die Behandlung besteht bei ausgeprägten Beschwerden in der operativen Anlage eines Shunts, der überschüssiges Nervenwasser ableitet.
Verlauf und Prognose
Mit einer rechtzeitigen Shunt-Anlage lassen sich die Beschwerden bei vielen Betroffenen deutlich bessern. Unbehandelt schreiten die Beschwerden meist fort.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Hydrocephalus communicans: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist ein Hydrocephalus communicans?
Eine Erweiterung der Hirnkammern durch eine gestörte Rückresorption des Nervenwassers.
Wodurch entsteht er?
Durch eine vorausgegangene Hirnhautentzündung, eine Blutung oder altersbedingt.
Welche Beschwerden sind bei älteren Menschen typisch?
Gangstörung, Harninkontinenz und nachlassende geistige Leistungsfähigkeit.
Wie wird ein Hydrocephalus communicans behandelt?
Durch die operative Anlage eines Shunts.
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