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Innere Medizin

Hodenatrophie

Die Hodenatrophie bezeichnet eine Verkleinerung sowie funktionelle Beeinträchtigung des Hodengewebes, die durch zahlreiche unterschiedliche Ursachen entstehen kann sowie zu einer verminderten Produktion sowohl des männlichen Geschlechtshormons Testosteron als auch der Samenzellen führt. Diese Erkrankung kann sowohl ein- als auch beidseitig auftreten sowie sich sowohl langsam schleichend als auch als Folge eines akuten Ereignisses, insbesondere einer schweren Hodenentzündung oder einer Verletzung, entwickeln. Eine Hodenatrophie kann erhebliche Auswirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit sowie den Hormonhaushalt haben.

Ursachen

Die Hodenatrophie kann durch verschiedene Ursachen entstehen, insbesondere eine vorausgegangene, schwere Hodenentzündung, etwa im Rahmen einer Mumpsinfektion, eine Hodenstieldrehung mit unterbrochener Blutversorgung, eine Verletzung, eine Bestrahlungs- oder Chemotherapiebehandlung sowie einen chronischen Alkoholmissbrauch. Auch eine langjährig unbehandelte Krampfaderbildung im Hodensack sowie bestimmte hormonelle Störungen können zu einer allmählichen Hodenatrophie führen.

Symptome

Die Hodenatrophie äußert sich durch einen im Vergleich zur Gegenseite oder zum altersentsprechenden Normalmaß deutlich verkleinerten, weicheren Hoden. Bei einer ausgeprägten oder beidseitigen Hodenatrophie können zusätzlich Zeichen eines Testosteronmangels auftreten, insbesondere eine verminderte Libido, eine erektile Dysfunktion, eine verminderte Körperbehaarung sowie eine eingeschränkte Fruchtbarkeit mit erschwerter Kinderzeugung.

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Diagnostik

Die Diagnose der Hodenatrophie wird durch eine körperliche Untersuchung mit Beurteilung der Hodengröße sowie -konsistenz gestellt, ergänzt durch eine Ultraschalluntersuchung zur genaueren Bestimmung des Hodenvolumens. Eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Testosteronspiegels sowie weiterer Hormone gibt Aufschluss über das Ausmaß der funktionellen Beeinträchtigung. Bei bestehendem Kinderwunsch wird zusätzlich ein Spermiogramm empfohlen.

Behandlung

Die Behandlung der Hodenatrophie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache, wobei diese, sofern noch behandelbar, gezielt angegangen wird, insbesondere eine zugrunde liegende Krampfaderbildung im Hodensack. Bei einem nachgewiesenen Testosteronmangel kann eine gezielte Hormonersatztherapie die begleitenden Beschwerden lindern, wobei diese Behandlung die bereits eingetretene Hodenatrophie selbst sowie eine bestehende Fruchtbarkeitseinschränkung nicht rückgängig macht.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Hodenatrophie hängt von der zugrunde liegenden Ursache sowie dem Ausmaß der bereits eingetretenen Schädigung ab. Eine frühzeitig erkannte sowie behandelte, zugrunde liegende Ursache kann ein weiteres Fortschreiten der Hodenatrophie verhindern, wobei bereits eingetretenes Gewebe sich in aller Regel nicht mehr vollständig erholt. Eine gezielte Hormonersatztherapie kann bei nachgewiesenem Testosteronmangel die Lebensqualität deutlich verbessern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine Hodenatrophie?

Eine Verkleinerung sowie Funktionsminderung des Hodengewebes.

Was ist eine häufige Ursache?

Eine vorausgegangene, schwere Hodenentzündung, etwa im Rahmen einer Mumpsinfektion.

Welche Beschwerden können bei ausgeprägter Atrophie auftreten?

Zeichen eines Testosteronmangels sowie eine eingeschränkte Fruchtbarkeit.

Kann die Atrophie durch Behandlung rückgängig gemacht werden?

Das bereits eingetretene Gewebe erholt sich in aller Regel nicht mehr vollständig.

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