Hernia inguinalis (Leistenbruch)
Die Hernia inguinalis, umgangssprachlich Leistenbruch genannt, ist eine Vorwölbung von Baucheingeweiden durch eine natürliche oder erworbene Schwachstelle der Bauchwand in der Leistenregion. Sie ist die häufigste Form eines Bauchwandbruchs und betrifft überwiegend Männer.
Ursachen
Eine angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Schwäche der Bauchwand in der Leistenregion, begünstigt durch schweres Heben, chronischen Husten oder Übergewicht, ermöglicht das Durchtreten von Baucheingeweiden.
Symptome
Betroffene bemerken eine tastbare Vorwölbung in der Leiste, die bei Druckerhöhung im Bauchraum, etwa beim Husten oder Pressen, deutlicher wird und sich im Liegen häufig zurückdrängen lässt.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die körperliche Untersuchung im Stehen und Liegen gestellt, gegebenenfalls ergänzt durch eine Ultraschalluntersuchung bei unklarem Befund.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer operativen Verschließung der Bauchwandlücke, meist mit Verstärkung durch ein Kunststoffnetz, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.
Verlauf und Prognose
Nach operativer Behandlung ist die Prognose sehr gut. Unbehandelt besteht das Risiko einer Einklemmung von Baucheingeweiden mit der Gefahr einer akuten Durchblutungsstörung.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Hernia inguinalis (Leistenbruch): Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine Hernia inguinalis?
Eine Vorwölbung von Baucheingeweiden durch eine Schwachstelle in der Leistenregion, umgangssprachlich Leistenbruch.
Wer ist überwiegend betroffen?
Überwiegend Männer.
Was begünstigt die Entstehung?
Schweres Heben, chronischer Husten oder Übergewicht.
Wie wird ein Leistenbruch behandelt?
Durch eine operative Verschließung der Bauchwandlücke, meist mit einem Kunststoffnetz.
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