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Innere Medizin

Hereditärer Faktor-IX-Mangel (Hämophilie B)

Der hereditäre Faktor-IX-Mangel, medizinisch auch als Hämophilie B bezeichnet, ist eine erbliche Blutgerinnungsstörung, bei der der Körper den Gerinnungsfaktor IX nicht oder nur in unzureichender Menge bildet. Diese Erkrankung ähnelt in ihrem Vererbungsmuster sowie ihrem klinischen Erscheinungsbild stark der deutlich häufigeren Hämophilie A, unterscheidet sich jedoch durch den betroffenen Gerinnungsfaktor sowie die dadurch bedingten, spezifischen Behandlungsansätze. Auch der hereditäre Faktor-IX-Mangel wird X-chromosomal-rezessiv vererbt sowie betrifft daher nahezu ausschließlich Männer.

Ursachen

Der hereditäre Faktor-IX-Mangel entsteht durch eine erblich bedingte Veränderung des auf dem X-Chromosom gelegenen Gens, das für die Bildung des Gerinnungsfaktors IX verantwortlich ist. Wie bei der Hämophilie A führt diese Veränderung bei Männern mit nur einem X-Chromosom zur vollen Ausprägung der Erkrankung, während Frauen mit zwei X-Chromosomen überwiegend als gesunde Überträgerinnen fungieren.

Symptome

Der hereditäre Faktor-IX-Mangel äußert sich, ähnlich wie die Hämophilie A, durch ungewöhnlich lange anhaltende Blutungen nach Verletzungen sowie, bei schwerer Ausprägung, durch spontane Einblutungen in Gelenke sowie Muskeln. Das Ausmaß der Beschwerden hängt vom individuellen Schweregrad des Faktormangels ab, wobei ein sehr niedriger Faktorspiegel mit einer ausgeprägteren Blutungsneigung sowie häufigeren spontanen Einblutungen einhergeht.

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Diagnostik

Die Diagnose des hereditären Faktor-IX-Mangels wird durch eine Blutuntersuchung mit Nachweis einer verlängerten Gerinnungszeit sowie einer gezielten Bestimmung der Faktor-IX-Aktivität gestellt, wodurch die Unterscheidung von der Hämophilie A sowie die genaue Bestimmung des Schweregrades ermöglicht wird. Eine molekulargenetische Untersuchung kann die zugrunde liegende genetische Veränderung zusätzlich bestätigen.

Behandlung

Die Behandlung des hereditären Faktor-IX-Mangels besteht in einer gezielten Substitution des fehlenden Gerinnungsfaktors IX, die je nach Schweregrad der Erkrankung vorbeugend in regelmäßigen Abständen oder gezielt im Bedarfsfall verabreicht wird. Da sich Faktor IX in seinen Eigenschaften vom Faktor VIII unterscheidet, kommen spezifisch für diesen Gerinnungsfaktor entwickelte Präparate zum Einsatz.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des hereditären Faktor-IX-Mangels ist bei konsequenter, gezielter Faktorsubstitution gut, wobei Betroffene eine weitgehend normale Lebenserwartung sowie Lebensqualität erreichen können. Eine unzureichend behandelte, schwere Form birgt, ähnlich wie bei der Hämophilie A, das Risiko wiederholter Gelenkeinblutungen mit bleibender Gelenkschädigung, weshalb eine lebenslange, spezialisierte hämatologische Betreuung von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Welcher Gerinnungsfaktor fehlt bei der Hämophilie B?

Faktor IX.

Wie ähnelt sich das Erscheinungsbild der Hämophilie A?

Stark, beide zeigen verlängerte Blutungen sowie mögliche Gelenkeinblutungen.

Wie wird sie vererbt?

X-chromosomal-rezessiv, überwiegend Männer betroffen.

Wie wird sie behandelt?

Durch gezielte Substitution des Gerinnungsfaktors IX mit spezifisch entwickelten Präparaten.

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