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Kinder & Jugendliche

Hereditäre hypophosphatämische Rachitiden

Die hereditären hypophosphatämischen Rachitiden sind erblich bedingte Erkrankungen, bei denen ein gestörter Umgang der Nieren mit Phosphat zu einem dauerhaft erniedrigten Phosphatspiegel im Blut und dadurch zu einer Erweichung und Fehlbildung der Knochen führt. Im Unterschied zur häufigeren, ernährungsbedingten Rachitis liegt hier eine genetische Ursache zugrunde, weshalb eine einfache Vitamin-D-Gabe allein nicht ausreicht.

Ursachen

Ursache ist meist eine genetische Veränderung, die dazu führt, dass die Nieren vermehrt Phosphat ausscheiden, anstatt es im Körper zurückzuhalten. Die häufigste Form wird X-chromosomal vererbt, seltenere Formen folgen anderen Erbgängen, in allen Fällen resultiert ein chronischer Phosphatmangel, der für den Knochenaufbau benötigt wird.

Symptome

Betroffene Kinder zeigen typischerweise ein verlangsamtes Wachstum, X- oder O-Beine, einen watschelnden Gang sowie gelegentlich Knochenschmerzen. Im Unterschied zur ernährungsbedingten Rachitis sprechen die Symptome nicht auf eine gewöhnliche Vitamin-D-Gabe an.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf den Nachweis eines erniedrigten Phosphatspiegels im Blut bei gleichzeitig vermehrter Phosphatausscheidung über die Nieren, ergänzt durch eine Röntgenaufnahme der Knochen, die die typischen Rachitis-Veränderungen zeigt. Eine genetische Untersuchung sichert die Diagnose und hilft, die Erkrankung von anderen Rachitis-Formen abzugrenzen.

Behandlung

Die Behandlung besteht in einer gezielten Substitution von Phosphat sowie einer speziellen, aktivierten Form von Vitamin D, die über Jahre konsequent fortgeführt werden muss. In den letzten Jahren stehen zudem gezielte Medikamente zur Verfügung, die direkt in den gestörten Phosphathaushalt eingreifen.

Verlauf und Prognose

Mit konsequenter, frühzeitig begonnener Behandlung lässt sich das Fortschreiten der Knochenveränderungen bei vielen Kindern deutlich abmildern, auch wenn bereits entstandene Fehlstellungen mitunter bestehen bleiben. Eine lebenslange ärztliche Begleitung ist erforderlich, um die Behandlung an die individuelle Situation anzupassen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum hilft eine normale Vitamin-D-Gabe hier nicht ausreichend?

Weil die Ursache im gestörten Phosphathaushalt liegt und nicht allein durch Vitamin D behoben werden kann, weshalb eine spezielle Behandlung nötig ist.

Ist die Erkrankung vererbbar?

Ja, meist X-chromosomal, das bedeutet, dass sie innerhalb betroffener Familien gehäuft auftreten kann.

Bleiben die Beinfehlstellungen dauerhaft bestehen?

Bei frühzeitiger, konsequenter Behandlung lassen sich viele Fehlstellungen abmildern, bereits entstandene Veränderungen können jedoch bestehen bleiben.

Muss die Behandlung ein Leben lang fortgeführt werden?

Ja, eine dauerhafte ärztliche Begleitung und Anpassung der Behandlung ist erforderlich.

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