Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Innere Medizin

Harnblasendivertikel

Ein Harnblasendivertikel ist eine sackartige Ausstülpung der Harnblasenwand, die entweder angeboren ist oder sich im Laufe des Lebens durch eine anhaltende Abflussbehinderung des Urins entwickelt. Größere Divertikel können den Urinabfluss stören und die Anfälligkeit für Harnwegsinfekte erhöhen.

Ursachen

Erworbene Harnblasendivertikel entstehen meist durch eine langjährige Abflussbehinderung, etwa durch eine vergrößerte Prostata oder eine Harnröhrenverengung, wodurch sich die Blasenwand an einer geschwächten Stelle nach außen wölbt. Angeborene Divertikel beruhen auf einer angeborenen Schwäche der Blasenwandmuskulatur.

Symptome

Kleine Divertikel verursachen häufig keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Größere Divertikel können zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten, unvollständiger Blasenentleerung oder, bei sehr großen Aussackungen, zu einem tastbaren Druckgefühl im Unterbauch führen.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch eine Ultraschalluntersuchung der Harnblase, die die Aussackung sichtbar macht, ergänzt durch eine Blasenspiegelung zur genaueren Beurteilung. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Abflussbehinderung wird zusätzlich nach deren Ursache gesucht.

Behandlung

Kleine, beschwerdefreie Divertikel benötigen meist keine Behandlung. Bei wiederkehrenden Infekten, gestörter Blasenentleerung oder deutlicher Größenzunahme kann eine operative Entfernung des Divertikels sowie die Behebung der zugrunde liegenden Abflussbehinderung erforderlich werden.

Verlauf und Prognose

Kleine, beschwerdefreie Divertikel bleiben häufig über Jahre unverändert und stabil. Nach operativer Behandlung größerer, beschwerdeverursachender Divertikel bessern sich die Beschwerden bei den meisten Betroffenen deutlich.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Muss jedes Harnblasendivertikel behandelt werden?

Nein, kleine, beschwerdefreie Divertikel benötigen meist keine Behandlung.

Was begünstigt die Entstehung erworbener Divertikel?

Eine langjährige Abflussbehinderung des Urins, etwa durch eine vergrößerte Prostata.

Welche Beschwerden können größere Divertikel verursachen?

Wiederkehrende Harnwegsinfekte, unvollständige Blasenentleerung oder ein Druckgefühl im Unterbauch.

Wie wird ein behandlungsbedürftiges Divertikel behandelt?

In der Regel operativ, kombiniert mit der Behebung der zugrunde liegenden Abflussbehinderung.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen