Handgelenksbruch (distale Radiusfraktur)
Der Handgelenksbruch, medizinisch distale Radiusfraktur, entsteht meist, wenn ein Sturz instinktiv mit der ausgestreckten Hand abgefangen wird. Er zählt zu den häufigsten Knochenbrüchen und betrifft Menschen jeden Alters.
Wie es zum Bruch kommt
Beim Abstützen eines Sturzes mit der ausgestreckten Hand wirkt die gesamte Aufprallkraft auf das Handgelenk, wo die Speiche (Radius) knapp oberhalb des Handgelenks bricht — betroffen sind sowohl Kinder beim Spielsturz als auch ältere Menschen mit verminderter Knochendichte.
Typische Beschwerden
Starke Schmerzen und Schwellung am Handgelenk, sichtbare Fehlstellung, eingeschränkte oder unmögliche Bewegung der Hand sowie mitunter ein Bluterguss, der sich im Verlauf über den Unterarm ausbreiten kann.
Erste Maßnahmen
Der betroffene Arm sollte ruhiggestellt, hochgelagert und, sofern vorhanden, mit einer provisorischen Schiene oder einem Tuch gestützt werden, bevor eine ärztliche Untersuchung erfolgt — Kühlung kann Schwellung und Schmerzen zusätzlich lindern.
Diagnostik
Eine Röntgenaufnahme des Handgelenks sichert die Diagnose und zeigt, ob und wie stark die Bruchstücke verschoben sind, was für die Wahl der Behandlung entscheidend ist.
Behandlung
Wenig verschobene Brüche werden häufig konservativ mit einem Gipsverband behandelt, bei stärker verschobenen oder instabilen Brüchen kommt meist eine operative Stabilisierung mit Platte und Schrauben zum Einsatz, um eine gute spätere Beweglichkeit zu ermöglichen.
Quellen & weiterführende Stellen
- MSD Manual (Ausgabe für Patienten) — Distale Radiusfraktur: Symptome, Diagnostik, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Warum bricht beim Abstützen ausgerechnet das Handgelenk?
Weil beim Abfangen eines Sturzes mit ausgestreckter Hand die gesamte Aufprallkraft auf diese Stelle wirkt.
Muss ein Handgelenksbruch immer operiert werden?
Nein, wenig verschobene Brüche werden häufig konservativ mit Gips behandelt, nur stärker verschobene oder instabile Brüche werden meist operiert.
Wie lange muss der Gips getragen werden?
In der Regel etwa vier bis sechs Wochen, die genaue Dauer richtet sich nach dem individuellen Heilungsverlauf.
Wer ist besonders gefährdet für einen Handgelenksbruch?
Kinder bei Spielstürzen sowie ältere Menschen mit verminderter Knochendichte.
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