Glanduläre Hyperplasie des Endometriums
Die glanduläre Hyperplasie des Endometriums bezeichnet eine gutartige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, bei der sich die drüsigen Anteile der Schleimhaut vermehren. Sie entsteht meist durch eine über längere Zeit einseitige hormonelle Stimulation der Schleimhaut und kann zu Blutungsstörungen führen, weshalb eine ärztliche Abklärung und Verlaufskontrolle wichtig ist.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Ursache ist meist eine anhaltende Stimulation der Gebärmutterschleimhaut durch das Hormon Östrogen ohne ausreichenden Gegenpart durch Progesteron, etwa bei ausbleibendem Eisprung, in den Jahren vor den Wechseljahren oder bei bestimmten Hormonbehandlungen. Auch Übergewicht kann die Entstehung begünstigen, da Fettgewebe zusätzlich Östrogen bilden kann.
Symptome
Im Vordergrund stehen Blutungsstörungen wie unregelmäßige, verlängerte oder verstärkte Regelblutungen sowie Zwischenblutungen. Nach den Wechseljahren kann sich die Erkrankung durch eine Postmenopausenblutung bemerkbar machen.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich zunächst auf eine Ultraschalluntersuchung, die eine verdickte Gebärmutterschleimhaut zeigt, gesichert wird sie durch eine feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe, die meist im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung gewonnen wird. Dabei wird auch geprüft, ob Zellveränderungen vorliegen, die das spätere Risiko einer bösartigen Entartung beeinflussen können.
Behandlung
Die Behandlung besteht meist in einer hormonellen Therapie mit Gestagenen, die das Wachstum der Schleimhaut bremst und zu einer Rückbildung der Verdickung führen kann. In bestimmten Fällen, etwa bei ausgeprägten Zellveränderungen oder abgeschlossener Familienplanung, kann eine operative Behandlung erwogen werden.
Verlauf und Prognose
Bei rechtzeitiger Erkennung und konsequenter Behandlung bildet sich die glanduläre Hyperplasie bei den meisten Frauen zurück. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig, um den Verlauf zu überwachen und ein mögliches Fortschreiten frühzeitig zu erkennen.
Weiterführende Informationen der Organisation
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Häufige Fragen
Ist eine glanduläre Endometriumhyperplasie bösartig?
Nein, sie ist eine gutartige Veränderung, kann jedoch je nach Ausprägung mit einem erhöhten späteren Risiko verbunden sein und sollte ärztlich überwacht werden.
Wie wird die Erkrankung meist behandelt?
In der Regel mit einer hormonellen Behandlung, die das Wachstum der Schleimhaut bremst.
Warum spielt Übergewicht eine Rolle?
Weil Fettgewebe zusätzlich Östrogen bildet, das die Schleimhaut zusätzlich stimulieren kann.
Sind regelmäßige Kontrollen notwendig?
Ja, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und ein mögliches Fortschreiten rechtzeitig zu erkennen.
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