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Verdauung & Magen-Darm

Gingivitis (Zahnfleischentzündung)

Die Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleischs, die durch bakteriellen Zahnbelag entlang des Zahnfleischrandes verursacht wird. Sie zählt zu den häufigsten Erkrankungen im Mundbereich und bleibt bei rechtzeitiger, konsequenter Mundhygiene auf das Zahnfleisch begrenzt, kann aber unbehandelt in eine tiefer reichende, den Zahnhalteapparat betreffende Parodontitis übergehen.

Ursachen

Die Hauptursache ist eine unzureichende Mundhygiene, durch die sich bakterieller Zahnbelag entlang des Zahnfleischrandes ansammelt und eine Entzündungsreaktion auslöst. Begünstigend wirken hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft oder Pubertät, bestimmte Medikamente, Rauchen sowie Diabetes, der die körpereigene Abwehr gegen die auslösenden Bakterien schwächen kann.

Symptome

Kennzeichnend sind ein gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, das leicht blutet, insbesondere beim Zähneputzen oder Verwenden von Zahnseide. Viele Betroffene bemerken zusätzlich einen unangenehmen Mundgeruch. Im Unterschied zur fortgeschrittenen Parodontitis bleibt der Zahnhalteapparat bei einer reinen Gingivitis noch intakt, sodass keine Zähne locker werden.

Diagnostik

Eine zahnärztliche Untersuchung des Zahnfleischs mit Beurteilung von Rötung, Schwellung und Blutungsneigung stellt die Diagnose. Eine Messung der Zahnfleischtaschentiefe hilft, eine reine Gingivitis von einer bereits fortgeschrittenen Parodontitis mit Beteiligung des Zahnhalteapparats zu unterscheiden.

Behandlung

Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die konsequente Entfernung des ursächlichen Zahnbelags durch regelmäßiges, gründliches Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide sowie eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt. Bei ausgeprägter Entzündung können antiseptische Mundspülungen die Behandlung zusätzlich unterstützen. Eine Antibiotikabehandlung ist bei einer unkomplizierten Gingivitis in der Regel nicht notwendig.

Verlauf und Prognose

Bei konsequenter Mundhygiene heilt eine Gingivitis in der Regel innerhalb weniger Wochen vollständig und folgenlos aus. Wird die zugrunde liegende Ursache nicht behoben, kann sich die Entzündung im Laufe der Zeit auf den Zahnhalteapparat ausbreiten und in eine Parodontitis übergehen, die zu bleibenden Schäden und letztlich zum Zahnverlust führen kann. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen helfen, eine solche Entwicklung frühzeitig zu erkennen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist Zahnfleischbluten normal?

Nein, Zahnfleischbluten beim Putzen ist ein typisches Zeichen einer Gingivitis und sollte Anlass sein, die Mundhygiene zu verbessern und gegebenenfalls einen Zahnarzt aufzusuchen.

Kann eine Gingivitis von selbst wieder verschwinden?

Bei konsequenter Verbesserung der Mundhygiene heilt sie in der Regel innerhalb weniger Wochen vollständig aus.

Was ist der Unterschied zur Parodontitis?

Bei der Gingivitis bleibt der Zahnhalteapparat intakt, während bei der fortgeschrittenen Parodontitis bereits die Verankerung der Zähne betroffen ist, was zu Zahnlockerung führen kann.

Ist immer eine Antibiotikabehandlung notwendig?

Nein, bei einer unkomplizierten Gingivitis reicht in der Regel die konsequente Entfernung des Zahnbelags durch Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung aus.

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