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Neurologische Notfälle

Gehirnerschütterung

Eine Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) ist eine vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns nach einem Schlag, Stoß oder einer plötzlichen Erschütterung des Kopfes, ohne dass dabei sichtbare Strukturschäden entstehen. Sie gilt als leichteste Form des Schädel-Hirn-Traumas, sollte aber trotzdem ärztlich abgeklärt werden.

Wie es zur Erschütterung kommt

Durch einen Aufprall oder ein abruptes Abbremsen des Kopfes wird das Gehirn im Schädel kurzzeitig gegen die Innenwand des Schädelknochens bewegt; die dabei entstehenden Kräfte stören vorübergehend die Nervenzellfunktion, ohne dass es zu einer bleibenden strukturellen Schädigung kommen muss.

Typische Anzeichen

Kurzzeitige Benommenheit oder Bewusstlosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Gedächtnislücken rund um das Ereignis sowie eine erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit — die Beschwerden können auch erst mit einigen Stunden Verzögerung auftreten.

Warnzeichen, die sofort ärztliche Hilfe erfordern

Zunehmende Verwirrtheit, wiederholtes Erbrechen, ungleich große Pupillen, anhaltende oder sich verschlimmernde Kopfschmerzen, Krampfanfälle oder eine sich verschlechternde Bewusstseinslage deuten auf eine ernstere Verletzung hin und sind ein Fall für den Rettungsdienst.

Verhalten nach der Verletzung

Körperliche und geistige Schonung in den ersten Tagen, Verzicht auf Sport, Bildschirmzeit und intensive Konzentration sowie eine schrittweise Rückkehr zu Alltag und Belastung nach ärztlicher Rücksprache gelten als wichtigste Maßnahmen — Betroffene sollten in den ersten Stunden nach dem Ereignis nicht allein gelassen werden.

Warum eine erneute Kopfverletzung besonders riskant ist

Wer sich noch nicht vollständig von einer Gehirnerschütterung erholt hat und einen weiteren Kopfstoß erleidet, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko für schwerere und länger anhaltende Beschwerden — deshalb wird besonders im Sport eine vollständige Ausheilung vor der Rückkehr empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Muss man nach jeder Gehirnerschütterung ins Krankenhaus?

Eine ärztliche Abklärung wird grundsätzlich empfohlen, bei Warnzeichen wie wiederholtem Erbrechen oder zunehmender Verwirrtheit ist eine sofortige Vorstellung notwendig.

Wie lange dauert die Erholung?

Die meisten Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage bis Wochen ab, bei manchen Betroffenen halten Symptome wie Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen aber länger an.

Darf man nach einer Gehirnerschütterung schlafen?

Ja, Schlaf ist nicht gefährlich — in den ersten Stunden nach der Verletzung sollte die betroffene Person aber nicht allein sein, damit eine Verschlechterung rechtzeitig bemerkt wird.

Kann eine Gehirnerschütterung ohne Bewusstlosigkeit auftreten?

Ja, eine kurze Bewusstlosigkeit tritt nur bei einem Teil der Betroffenen auf — auch ohne sie kann eine Gehirnerschütterung vorliegen.

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