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Frauengesundheit

Frustrane Kontraktionen (Übungswehen)

Frustrane Kontraktionen, auch Übungswehen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt, sind unregelmäßige, meist schmerzlose Anspannungen der Gebärmuttermuskulatur, die während der Schwangerschaft auftreten, ohne zu einer Eröffnung des Muttermunds oder zur eigentlichen Geburt zu führen. Sie gelten als normaler Bestandteil der Schwangerschaft und bereiten den Körper auf die spätere Geburt vor.

Ursachen

Die Gebärmuttermuskulatur beginnt bereits ab der mittleren Schwangerschaft, sich gelegentlich unwillkürlich anzuspannen, um sich funktionell auf die spätere Geburtsarbeit vorzubereiten. Diese Kontraktionen können durch körperliche Aktivität, Dehydrierung, eine volle Blase oder Stress verstärkt werden, treten jedoch auch ohne erkennbaren Auslöser auf.

Symptome

Kennzeichnend sind unregelmäßig auftretende, meist schmerzlose oder nur leicht unangenehme Anspannungen des Bauches, die typischerweise nicht in ihrer Stärke zunehmen und sich nicht in regelmäßigen, kürzer werdenden Abständen wiederholen, wie es bei echten Geburtswehen der Fall wäre. Sie klingen häufig durch Ruhe, Positionswechsel oder ausreichendes Trinken ab.

Diagnostik

Die Unterscheidung von frustranen Kontraktionen und echten Geburtswehen erfolgt in erster Linie durch die Beobachtung von Häufigkeit, Regelmäßigkeit und Intensität der Anspannungen. Bei Unsicherheit kann eine Kardiotokografie, die sowohl die kindlichen Herztöne als auch die Wehentätigkeit aufzeichnet, sowie eine Untersuchung des Muttermunds zur Klärung beitragen.

Behandlung

Frustrane Kontraktionen benötigen in der Regel keine Behandlung. Ausreichendes Trinken, eine Entleerung der Blase, Ruhe und ein Positionswechsel können die Beschwerden lindern. Treten die Kontraktionen deutlich vor dem errechneten Termin sehr häufig und regelmäßig auf, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, um eine drohende Frühgeburt auszuschließen.

Verlauf und Prognose

Frustrane Kontraktionen sind ein harmloser, normaler Bestandteil der Schwangerschaft und haben keinen Krankheitswert. Sie nehmen häufig gegen Ende der Schwangerschaft an Häufigkeit zu, ohne dass dies auf ein Problem hinweist, solange sie sich nicht zu regelmäßigen, zunehmend intensiven echten Geburtswehen entwickeln.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Wie unterscheidet man Übungswehen von echten Geburtswehen?

Echte Geburtswehen nehmen an Stärke zu und treten in regelmäßigen, sich verkürzenden Abständen auf, während frustrane Kontraktionen unregelmäßig bleiben und nicht zunehmen.

Muss man bei frustranen Kontraktionen zum Arzt?

In der Regel nicht, außer sie treten deutlich vor dem errechneten Termin sehr häufig und regelmäßig auf, dann sollte eine drohende Frühgeburt abgeklärt werden.

Was kann die Beschwerden lindern?

Ausreichendes Trinken, eine Entleerung der Blase, Ruhe und ein Positionswechsel können die Anspannungen lindern.

Sind Übungswehen gefährlich für das Kind?

Nein, sie sind ein harmloser, normaler Bestandteil der Schwangerschaft ohne Krankheitswert.

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