Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Innere Medizin

Exogen-allergische Alveolitis

Die exogen-allergische Alveolitis ist eine allergische Entzündungsreaktion der Lungenbläschen, die durch wiederholtes Einatmen bestimmter organischer Stäube ausgelöst wird. Sie tritt häufig im beruflichen Kontext auf, etwa bei Landwirten, Vogelhaltern oder Beschäftigten in bestimmten Industriezweigen, und kann bei anhaltender Exposition zu einer bleibenden Lungenschädigung führen.

Ursachen

Ursache ist eine überschießende Immunreaktion auf eingeatmete organische Stäube wie Schimmelpilzsporen in verschimmeltem Heu, Vogelkot oder -federn sowie bestimmte Chemikalien am Arbeitsplatz. Wiederholter Kontakt mit dem auslösenden Stoff sensibilisiert das Immunsystem zunehmend und verstärkt die Reaktion bei erneuter Exposition.

Symptome

Im akuten Stadium treten wenige Stunden nach Kontakt mit dem auslösenden Stoff Fieber, Husten, Atemnot und ein grippeähnliches Krankheitsgefühl auf, die sich nach Meiden des Auslösers meist innerhalb weniger Tage zurückbilden. Bei anhaltender, wiederholter Exposition kann sich eine chronische Form mit fortschreitender Atemnot und Belastungseinschränkung entwickeln.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit zeitlichem Zusammenhang zwischen Exposition und Beschwerden, eine Lungenfunktionsprüfung sowie eine Computertomografie der Lunge. Der Nachweis spezifischer Antikörper gegen den vermuteten Auslöser im Blut kann die Diagnose zusätzlich untermauern.

Behandlung

Die wichtigste Maßnahme ist die konsequente Meidung des auslösenden Stoffs, wodurch sich die akute Form meist von selbst zurückbildet. Bei ausgeprägten akuten Beschwerden oder chronischem Verlauf können entzündungshemmende Medikamente wie Kortison eingesetzt werden, um die Entzündungsreaktion zu bremsen.

Verlauf und Prognose

Wird der Auslöser konsequent gemieden, ist die Prognose der akuten Form sehr gut, mit vollständiger Rückbildung der Beschwerden. Bei fortgesetzter Exposition trotz bekannter Erkrankung kann sich eine chronische, fortschreitende Lungenvernarbung mit dauerhafter Beeinträchtigung der Lungenfunktion entwickeln.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Welche Berufsgruppen sind besonders betroffen?

Unter anderem Landwirte im Umgang mit verschimmeltem Heu sowie Vogelhalterinnen und Vogelhalter.

Warum ist die Meidung des Auslösers so wichtig?

Weil sie die wichtigste Maßnahme ist, um eine chronische, bleibende Lungenschädigung zu verhindern.

Bildet sich die akute Form von selbst zurück?

Ja, in der Regel innerhalb weniger Tage nach Meidung des auslösenden Stoffs.

Was passiert bei fortgesetzter Exposition?

Es kann sich eine chronische, fortschreitende Lungenvernarbung mit dauerhafter Beeinträchtigung entwickeln.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen