Dyskinetische Zerebralparese
Die dyskinetische Zerebralparese ist eine Form der Zerebralparese, die durch unwillkürliche, wechselnde Bewegungen sowie einen schwankenden Muskeltonus gekennzeichnet ist. Im Unterschied zur spastischen Form steht hier nicht die Steifigkeit, sondern die Bewegungsunruhe im Vordergrund.
Ursachen
Eine Schädigung der Basalganglien, tief liegender Hirnstrukturen, die für die Bewegungssteuerung wichtig sind, etwa durch einen schweren Sauerstoffmangel oder eine ausgeprägte Gelbsucht beim Neugeborenen, führt zu dieser Form der Zerebralparese.
Symptome
Betroffene zeigen unwillkürliche, langsame, wurmartige Bewegungen sowie einen zwischen Steifigkeit und Schlaffheit schwankenden Muskeltonus, der sich bei emotionaler Anspannung verstärken kann.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die klinische neurologische Untersuchung im Säuglings- und Kleinkindalter sowie eine Kernspinuntersuchung des Gehirns mit Nachweis der Basalganglienschädigung gestellt.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer gezielten Physio- und Ergotherapie sowie, bei ausgeprägten unwillkürlichen Bewegungen, einer medikamentösen Behandlung zur Dämpfung der Bewegungsunruhe.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Im Unterschied zur spastischen Form bleibt die geistige Leistungsfähigkeit bei der dyskinetischen Zerebralparese häufig besser erhalten.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Dyskinetische Zerebralparese: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine dyskinetische Zerebralparese?
Eine Form der Zerebralparese mit unwillkürlichen, wechselnden Bewegungen und schwankendem Muskeltonus.
Wodurch entsteht sie?
Durch eine Schädigung der Basalganglien, etwa durch Sauerstoffmangel oder ausgeprägte Gelbsucht beim Neugeborenen.
Worin unterscheidet sie sich von der spastischen Form?
Im Vordergrund steht die Bewegungsunruhe statt der Muskelsteifigkeit.
Wie wird sie behandelt?
Durch Physio- und Ergotherapie sowie gegebenenfalls Medikamente zur Dämpfung der Bewegungsunruhe.
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