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Vergiftungen

Vergiftung durch Dentalpharmaka bei topischer Anwendung

Dentalpharmaka zur örtlichen Anwendung sind Zahnpasten, Mundspüllösungen, Fluoridgele und Mittel gegen Zahnfleischentzündung. Fluorid schützt die Zähne, ist aber in größerer Menge giftig. Besonders Kleinkinder, die Zahnpasta verschlucken oder Tabletten essen, sind gefährdet.

Ursachen

Ursachen sind Verschlucken großer Mengen Zahnpasta oder Fluoridgel durch Kinder, Einnahme fluoridhaltiger Tabletten oder Lösungen, Verwechslung von Mundspülungen mit Getränken und Alkoholgehalt bestimmter Spülungen.

Symptome

Zuerst treten Übelkeit, Erbrechen, Speichelfluss, Bauchschmerzen und Durchfall auf. Bei hoher Fluoridmenge folgen Muskelkrämpfe, Schwäche, Kalziummangel, Kaliumanstieg, Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle. Alkoholhaltige Mundspülungen wirken bei Kindern berauschend und können Unterzuckerung auslösen. Dauerhaft zu viel Fluorid verursacht Zahnfluorose mit weißen Flecken.

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Diagnostik

Menge und Fluoridgehalt werden ermittelt. Bei größeren Mengen werden Kalzium, Kalium, Blutzucker und EKG kontrolliert.

Behandlung

Milch oder kalziumreiche Nahrung trinken lassen, da Kalzium Fluorid bindet, kein Erbrechen auslösen und das Giftinformationszentrum oder den Notruf 112 anrufen. In der Klinik werden Kalzium und Magnesium gegeben, das EKG überwacht und Salze ausgeglichen.

Verlauf und Prognose

Bei kleinen Mengen verläuft die Vergiftung meist mild. Große Fluoridmengen können lebensbedrohlich sein. Vorbeugend werden Kinder beim Zähneputzen beaufsichtigt, erbsengroße Menge Zahnpasta verwendet und Präparate kindersicher aufbewahrt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie viel Zahnpasta ist für Kinder sicher?

Eine erbsengroße Menge, und sie sollte ausgespuckt werden.

Was hilft nach dem Verschlucken?

Milch trinken lassen und das Giftinformationszentrum anrufen.

Sind Mundspülungen für Kinder geeignet?

Nur ohne Alkohol und nach ärztlicher Empfehlung.

Wann ist es ein Notfall?

Bei Krämpfen, starkem Erbrechen oder Schwäche den Notruf 112 wählen.

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