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Verdauung & Magen-Darm

Cholesteatose der Gallenblase

Die Cholesteatose der Gallenblase, auch als Cholesterinose bezeichnet, ist eine gutartige Veränderung der Gallenblasenwand, bei der sich Cholesterin sowie andere Fettbestandteile in den Zellen der inneren Gallenblasenschleimhaut ablagern. Diese Ablagerungen können sich entweder gleichmäßig über größere Bereiche der Gallenblasenwand verteilen, was der Schleimhautoberfläche ein charakteristisches, an eine Erdbeere erinnerndes Aussehen verleiht, oder sich zu einzelnen, kleinen, in das Gallenblaseninnere hineinragenden Polypen zusammenlagern. Die Cholesteatose zählt zu den häufigsten gutartigen Veränderungen der Gallenblase und wird bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung im Laufe des Lebens zumindest in geringem Ausmaß gefunden, wobei sie in der überwiegenden Mehrheit der Fälle ohne jeden Krankheitswert bleibt und lediglich einen Zufallsbefund im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung darstellt.

Ursachen

Die genaue Ursache der Cholesteatose der Gallenblase ist nicht abschließend geklärt, es wird jedoch eine Störung des lokalen Cholesterinstoffwechsels innerhalb der Zellen der Gallenblasenschleimhaut angenommen, bei der sich überschüssiges Cholesterin aus der von der Gallenblase gespeicherten Gallenflüssigkeit in den Schleimhautzellen ablagert, anstatt regelrecht mit der Galle in den Darm abtransportiert zu werden. Ein erhöhter Cholesteringehalt der Galle, wie er bei manchen Menschen aus stoffwechselbedingten oder ernährungsbedingten Gründen vorliegt, wird als begünstigender Faktor für die Entstehung dieser Ablagerungen diskutiert. Die Erkrankung tritt in jedem Lebensalter auf, wird jedoch mit zunehmendem Alter häufiger festgestellt, was auf eine über die Zeit fortschreitende, allmähliche Ansammlung der Cholesterinablagerungen in der Gallenblasenwand hindeuten könnte.

Symptome

Die Cholesteatose der Gallenblase verursacht bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen keinerlei eigenständige Beschwerden und wird daher meist zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraums aus anderem Anlass entdeckt. Bei einem kleineren Teil der Betroffenen, insbesondere bei Vorliegen größerer, polypenartiger Ablagerungen, können unspezifische Oberbauchbeschwerden wie ein Druckgefühl oder gelegentliche, leichte Schmerzen auftreten, wobei ein eindeutiger ursächlicher Zusammenhang zwischen diesen Beschwerden und der Cholesteatose nicht immer sicher hergestellt werden kann, da ähnliche Beschwerden auch andere, häufigere Ursachen haben können. In sehr seltenen Fällen kann sich ein größerer, polypenartiger Cholesterinbefund von der Gallenblasenwand lösen und in den Gallengang gelangen, wo er vorübergehend zu einer Verlegung des Gallenabflusses mit entsprechenden Beschwerden führen kann.

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Diagnostik

Die Diagnose der Cholesteatose der Gallenblase wird durch eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums gestellt, in der sich die charakteristischen, kleinen, echoreichen Ablagerungen an der Gallenblasenwand darstellen lassen, die bei der flächenhaften Form über die gesamte Schleimhautoberfläche verteilt sind oder bei der polypösen Form als einzelne, kleine Vorwölbungen erkennbar werden. Da echte Gallenblasenpolypen sowie, in seltenen Fällen, frühe bösartige Veränderungen der Gallenblase im Ultraschall ein ähnliches Erscheinungsbild aufweisen können, wird bei größeren oder in ihrer Erscheinung untypischen Befunden häufig eine regelmäßige Verlaufskontrolle mittels Ultraschall empfohlen, um ein mögliches Wachstum oder eine Veränderung des Befundes über die Zeit zu erfassen. Bei besonders großen oder wachsenden Befunden können ergänzende Untersuchungen, etwa eine spezielle kontrastverstärkte Ultraschalluntersuchung, zur genaueren Einordnung eingesetzt werden.

Behandlung

Bei einer zufällig entdeckten, kleinen und beschwerdefreien Cholesteatose der Gallenblase ist in aller Regel keine spezifische Behandlung notwendig, sondern lediglich eine gelegentliche Verlaufskontrolle mittels Ultraschall, um eine mögliche Größenzunahme frühzeitig zu erfassen. Bei größeren, polypösen Befunden, die Beschwerden verursachen oder bei denen eine sichere Unterscheidung von einem echten, abklärungsbedürftigen Gallenblasenpolypen nicht möglich ist, kann eine operative Entfernung der Gallenblase erwogen werden, um sowohl die möglichen Beschwerden zu beseitigen als auch eine abschließende feingewebliche Untersuchung des entfernten Gewebes zu ermöglichen. Eine medikamentöse Behandlung, die die Cholesterinablagerungen gezielt auflösen könnte, steht nicht zur Verfügung.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Cholesteatose der Gallenblase ist ausgezeichnet, da es sich um eine gutartige, in der überwiegenden Mehrheit der Fälle folgenlose Veränderung handelt, die kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer bösartigen Erkrankung der Gallenblase mit sich bringt. Der Befund bleibt bei den meisten Betroffenen über Jahre stabil oder zeigt allenfalls eine sehr langsame Größenzunahme, ohne dass daraus eine praktische gesundheitliche Bedeutung erwächst. Bei entsprechenden Beschwerden oder bei größeren, operativ entfernten Befunden bestätigt sich in der feingeweblichen Untersuchung praktisch immer die gutartige Natur der Veränderung, was für die betroffenen Personen eine zusätzliche Beruhigung darstellt. Eine regelmäßige, jedoch nicht zwingend engmaschige Verlaufskontrolle wird bei größeren Befunden dennoch empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist die Cholesteatose der Gallenblase gefährlich?

Nein, es handelt sich um eine gutartige Veränderung ohne erhöhtes Risiko für eine bösartige Erkrankung der Gallenblase.

Wie wird die Erkrankung meist entdeckt?

Überwiegend zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraums aus anderem Anlass.

Muss die Gallenblase immer entfernt werden?

Nein, nur bei größeren, beschwerdeverursachenden Befunden oder wenn eine sichere Unterscheidung von einem echten Polypen nicht möglich ist.

Woher stammt das erdbeerartige Erscheinungsbild der Gallenblasenschleimhaut?

Von der flächenhaften, gleichmäßigen Verteilung der Cholesterinablagerungen über die Schleimhautoberfläche.

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