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Vergiftungen

Botulismus

Botulismus ist eine seltene, aber schwerwiegende Vergiftung durch das Nervengift von Clostridium-botulinum-Bakterien, das zu fortschreitenden Lähmungen führen kann. Es zählt zu den stärksten bekannten Giften überhaupt.

Wie es zur Vergiftung kommt

Am häufigsten entsteht Botulismus durch den Verzehr unsachgemäß konservierter oder eingemachter Lebensmittel, in denen sich das Bakterium unter Luftabschluss vermehrt und sein Gift bildet — Säuglingsbotulismus kann zudem durch verschluckte Bakteriensporen entstehen, etwa aus Honig, weshalb Kindern unter einem Jahr kein Honig gegeben werden sollte.

Wie das Gift wirkt

Das Botulinumtoxin blockiert die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln, wodurch es zu einer fortschreitenden, absteigenden Lähmung kommt, die im schlimmsten Fall auch die Atemmuskulatur erfasst.

Typische Beschwerden

Sehstörungen wie Doppelbilder, Schluckbeschwerden, verwaschene Sprache, herabhängende Augenlider sowie fortschreitende Muskelschwäche treten meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen nach der Giftaufnahme auf.

Warum es ein absoluter Notfall ist

Da sich die Lähmung bis zur Atemmuskulatur ausbreiten kann, ist Botulismus ein lebensbedrohlicher Notfall — bei entsprechendem Verdacht muss sofort der Rettungsdienst alarmiert werden, da eine intensivmedizinische Behandlung mit Beatmung notwendig werden kann.

Behandlung und Vorbeugung

Ein spezielles Gegengift kann das Fortschreiten der Lähmung stoppen, wenn es rechtzeitig gegeben wird; vorbeugend hilft der Verzicht auf aufgeblähte, unangenehm riechende oder verdächtig aussehende Konserven sowie fachgerechte Konservierung selbst eingemachter Lebensmittel.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum sollten Babys keinen Honig bekommen?

Weil Honig Bakteriensporen enthalten kann, die bei Säuglingen einen Säuglingsbotulismus auslösen können.

Woran erkennt man Botulismus?

An Sehstörungen, Schluckbeschwerden, verwaschener Sprache und fortschreitender Muskelschwäche.

Ist Botulismus lebensbedrohlich?

Ja, die Lähmung kann sich bis zur Atemmuskulatur ausbreiten, weshalb sofortige ärztliche Notfallhilfe notwendig ist.

Wie kann man sich vor Botulismus schützen?

Durch Verzicht auf aufgeblähte oder verdächtig aussehende Konserven sowie fachgerechte Konservierung selbst eingemachter Lebensmittel.

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