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Vergiftungen

Arsenvergiftung

Die Arsenvergiftung entsteht durch die Aufnahme des giftigen Halbmetalls Arsen, das in bestimmten Pestiziden, Erzen sowie in manchen Regionen natürlicherweise in erhöhter Konzentration im Grundwasser vorkommt. Akute Vergiftungen entstehen meist durch versehentliche oder absichtliche Einnahme größerer Mengen, während chronische Belastungen häufig aus langfristig kontaminiertem Trinkwasser oder beruflicher Exposition resultieren.

Ursachen

Akute Vergiftungen entstehen meist durch versehentliches Verschlucken arsenhaltiger Pestizide oder eine absichtliche Einnahme, chronische Belastungen dagegen häufig durch langfristigen Konsum arsenbelasteten Trinkwassers in bestimmten Weltregionen oder durch berufliche Exposition im Bergbau und in der Metallverarbeitung.

Symptome

Die akute Vergiftung äußert sich mit starken Bauchschmerzen, Erbrechen und wässrigem Durchfall, gefolgt von Kreislaufversagen und, bei hoher Dosis, Organschäden. Die chronische Belastung entwickelt sich schleichend mit Hautveränderungen, Nervenschäden mit Kribbeln und Schwäche der Gliedmaßen sowie einem erhöhten Risiko für bestimmte spätere Erkrankungen.

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Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis von Arsen im Urin, bei chronischer Belastung ergänzt durch eine Untersuchung von Haar- oder Nagelproben, die frühere Belastungsphasen widerspiegeln können. Die Trinkwasserquelle und Arbeitsanamnese liefern wichtige Hinweise auf die Ursache.

Behandlung

Bei akuter Vergiftung steht eine intensivmedizinische Behandlung mit Kreislaufstabilisierung sowie die Gabe bindender Medikamente im Vordergrund, die Arsen binden und dessen Ausscheidung fördern. Bei chronischer Belastung ist die wichtigste Maßnahme die sofortige Beendigung der weiteren Exposition, etwa durch einen Wechsel der Trinkwasserquelle.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung akuter Vergiftungen ist die Prognose je nach aufgenommener Menge unterschiedlich, kann aber bei hoher Dosis ernst sein. Chronische Belastungen können auch nach Beendigung der Exposition zu bleibenden Nerven- und Hautschäden führen, weshalb eine frühzeitige Erkennung besonders wichtig ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie gelangt Arsen häufig in den Körper?

Über kontaminiertes Trinkwasser, arsenhaltige Pestizide oder berufliche Exposition im Bergbau.

Welche Beschwerden sind typisch für eine chronische Belastung?

Hautveränderungen sowie Nervenschäden mit Kribbeln und Schwäche der Gliedmaßen.

Wie wird eine Arsenvergiftung nachgewiesen?

Durch den Nachweis von Arsen im Urin, bei chronischer Belastung auch in Haar- oder Nagelproben.

Was ist die wichtigste Maßnahme bei chronischer Belastung?

Die sofortige Beendigung der weiteren Exposition, etwa durch einen Wechsel der Trinkwasserquelle.

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