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Vergiftungen

Vergiftung durch Antineoplastika und Immunsuppressiva

Antineoplastika, auch Zytostatika genannt, bekämpfen Krebszellen, Immunsuppressiva dämpfen das Immunsystem, etwa nach Organtransplantationen oder bei Autoimmunerkrankungen. Beide Gruppen haben einen geringen Sicherheitsabstand. Überdosierungen sind ernst und benötigen Behandlung in spezialisierten Zentren.

Ursachen

Ursachen sind Berechnungs- und Verabreichungsfehler, Verwechslungen, Nierenschwäche mit verzögerter Ausscheidung, Wechselwirkungen und versehentliche Einnahme, etwa bei Wochenpräparaten wie Methotrexat, das täglich statt wöchentlich genommen wurde. Auch der Kontakt mit Ausscheidungen und Substanzen ist bei unzureichendem Schutz eine Gefahr.

Symptome

Typisch sind Übelkeit, Erbrechen, wunde Schleimhäute im Mund und Darm, Durchfall, Haarausfall und Erschöpfung. Das Knochenmark wird geschädigt, mit Blutarmut, Infektneigung durch Mangel weißer Blutkörperchen und Blutungsneigung. Weitere Organschäden betreffen Leber, Nieren, Herz und Lunge.

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Diagnostik

Blutbild, Leber- und Nierenwerte, Elektrolyte und Wirkstoffspiegel, soweit messbar, werden engmaschig kontrolliert. Infektzeichen und Fieber werden beachtet.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt in spezialisierten Zentren. Das Mittel wird gestoppt, für einige Wirkstoffe stehen Gegenmittel zur Verfügung, etwa Folinsäure bei Methotrexat. Zusätzlich werden Blutprodukte, Wachstumsfaktoren, Antibiotika bei Fieber und Flüssigkeitszufuhr eingesetzt. Bei Fieber, Blutungen oder Atemnot ist der Notruf 112 zu wählen.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung erholen sich Blutbildung und Schleimhäute meist nach Wochen. Schwere Vergiftungen können tödlich verlaufen. Vorbeugend sind Doppelkontrollen der Dosierung, klare Einnahmeanweisungen und Schutzmaßnahmen im Umgang wichtig.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein Beispiel für gefährliche Verwechslung?

Methotrexat wird oft wöchentlich eingenommen, eine tägliche Einnahme ist gefährlich.

Gibt es Gegenmittel?

Für manche Wirkstoffe ja, zum Beispiel Folinsäure bei Methotrexat.

Warum sind Infekte gefährlich?

Weil das Knochenmark weniger Abwehrzellen bildet.

Wann zur Notaufnahme?

Bei Fieber, Blutungen, Atemnot oder starkem Erbrechen unter dieser Therapie den Notruf 112 wählen.

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