Anämie bei Prämaturität
Die Anämie bei Prämaturität ist eine Blutarmut, die vor allem sehr früh geborene Kinder in den ersten Lebenswochen betrifft. Sie entsteht durch das Zusammenspiel einer noch unreifen Blutbildung mit einem raschen Wachstum des Kindes sowie häufigen Blutentnahmen im Rahmen der intensivmedizinischen Betreuung.
Ursachen
Nach der Geburt stellt der kindliche Körper die Blutbildung von der vorgeburtlichen auf die eigene Produktion um, wobei diese Umstellung bei Frühgeborenen noch nicht vollständig ausgereift ist. Das rasche Wachstum in den ersten Lebenswochen sowie wiederholte Blutentnahmen für notwendige Laborkontrollen verstärken den Blutmangel zusätzlich.
Symptome
Betroffene Kinder können durch eine blasse Hautfarbe, Trinkschwäche, eine verminderte Gewichtszunahme oder eine erhöhte Herzfrequenz auffallen. Bei ausgeprägter Blutarmut können zusätzlich Atempausen häufiger auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch regelmäßige Blutuntersuchungen mit Bestimmung des Blutfarbstoffs gestellt, die bei Frühgeborenen ohnehin routinemäßig im Rahmen der intensivmedizinischen Überwachung durchgeführt werden. Der Verlauf der Werte wird über die Zeit verfolgt.
Behandlung
Bei leichter Blutarmut genügt häufig eine ausreichende Eisen- und Nährstoffzufuhr sowie eine engmaschige Beobachtung. Bei ausgeprägter Blutarmut mit Beschwerden kann eine Bluttransfusion notwendig werden, um die Sauerstoffversorgung des Kindes sicherzustellen.
Verlauf und Prognose
Mit zunehmender Reife der eigenen Blutbildung bessert sich die Anämie bei den meisten Frühgeborenen im Laufe der ersten Lebensmonate von selbst. Eine sorgfältige Überwachung und, falls nötig, gezielte Behandlung sorgen für eine gute kindliche Entwicklung.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Anämie bei Prämaturität: Ursachen, Symptome, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wer ist von dieser Anämie besonders betroffen?
Vor allem sehr früh geborene Kinder in den ersten Lebenswochen.
Wodurch wird die Anämie zusätzlich verstärkt?
Durch das rasche Wachstum des Kindes sowie wiederholte Blutentnahmen für notwendige Laborkontrollen.
Wie wird die Anämie erkannt?
Durch regelmäßige Blutuntersuchungen mit Bestimmung des Blutfarbstoffs.
Bessert sich die Anämie von selbst?
Mit zunehmender Reife der eigenen Blutbildung ja, bei den meisten Kindern im Laufe der ersten Lebensmonate.
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