Akzessorische Mamma
Die akzessorische Mamma ist eine angeboren zusätzlich angelegte Brustdrüse, die entlang der embryonalen Milchleiste vom Achselbereich bis zur Leiste liegen kann. Sie ist eine häufige, meist harmlose Normvariante, die oft erst in der Pubertät oder Schwangerschaft auffällt, wenn das zusätzliche Gewebe hormonell anschwillt.
Ursachen
Während der frühen Entwicklung im Mutterleib legt sich beim Menschen beidseitig eine Reihe von Brustdrüsenanlagen entlang einer embryonalen Leiste an, von denen sich normalerweise nur ein Paar zur Brust weiterentwickelt und die übrigen zurückbilden. Bildet sich eine dieser zusätzlichen Anlagen nicht vollständig zurück, entsteht eine akzessorische Mamma.
Symptome
Häufig zeigt sich lediglich eine kleine, meist unauffällige Hautveränderung, oft mit einer kleinen Brustwarze, im Bereich der Achsel oder des Rumpfes. In der Pubertät oder Schwangerschaft kann das zusätzliche Drüsengewebe hormonell bedingt anschwellen und dadurch erst auffallen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die körperliche Untersuchung der Hautveränderung gestellt. Bei Unklarheiten kann eine Ultraschalluntersuchung das Vorhandensein von Drüsengewebe bestätigen.
Behandlung
Eine beschwerdefreie akzessorische Mamma benötigt keine Behandlung. Bei kosmetischen Beschwerden oder wiederkehrenden Beschwerden während hormoneller Umstellungen kann das zusätzliche Gewebe operativ entfernt werden.
Verlauf und Prognose
Die akzessorische Mamma ist in aller Regel harmlos und bleibt über das gesamte Leben ohne wesentliche Beschwerden. Wie das normale Brustgewebe kann sie jedoch grundsätzlich denselben Erkrankungen unterliegen, weshalb bei Auffälligkeiten eine ärztliche Kontrolle sinnvoll ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Akzessorische Mamma: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wo kann eine akzessorische Mamma liegen?
Entlang der embryonalen Milchleiste vom Achselbereich bis zur Leiste.
Wann fällt sie häufig zuerst auf?
In der Pubertät oder Schwangerschaft, wenn das Gewebe hormonell anschwillt.
Muss sie behandelt werden?
In der Regel nicht, nur bei kosmetischen oder wiederkehrenden Beschwerden wird sie operativ entfernt.
Kann die akzessorische Mamma erkranken wie normales Brustgewebe?
Ja, sie kann grundsätzlich denselben Erkrankungen unterliegen.
Weiterlesen
Dysontogenetische Ovarialzyste
Angeborene, aus versprengtem Keimgewebe entstandene Zyste am Eierstock, die meist zufällig entdeckt wird.
Weiterlesen →FrauengesundheitEmbryonale Zyste der Tuba uterina
Angeborene, meist harmlose Zyste am Eileiter aus Resten embryonaler Gangstrukturen.
Weiterlesen →FrauengesundheitAngeborene Torsion des Ovars
Verdrehung eines Eierstocks um seine eigene Gefäßachse, die zu akuten Bauchschmerzen führt und rasches Handeln erfordert.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.