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Frauengesundheit

Vulvazyste

Eine Vulvazyste ist eine gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Schwellung im Bereich der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, die meist durch eine Verstopfung einer Drüse oder eines Haarfollikels entsteht. Die häufigste Form ist die Bartholin-Zyste, aber auch andere kleinere Drüsen und Haarfollikel im Bereich der Vulva können betroffen sein. Die meisten Vulvazysten sind harmlos und verursachen keine oder nur geringe Beschwerden.

Ursachen

Zysten der Vulva entstehen meist durch eine Verstopfung des Ausführungsgangs einer Talg- oder Schweißdrüse oder eines Haarfollikels, wodurch sich das produzierte Sekret dahinter ansammelt. Wiederholte Reizung durch Rasur, enge Kleidung oder chronische Hautveränderungen können die Entstehung begünstigen. Seltener entstehen Zysten durch angeborene, während der embryonalen Entwicklung verbliebene Gewebereste.

Symptome

Die meisten Vulvazysten sind schmerzlose, tastbare, meist kleine Schwellungen, die von der betroffenen Frau selbst bemerkt werden können. Größere Zysten können ein Druck- oder Fremdkörpergefühl verursachen, besonders beim Sitzen oder Gehen. Infiziert sich eine Zyste zusätzlich mit Bakterien, entwickelt sich ein Abszess mit Rötung, Überwärmung, deutlichem Schmerz und teils Fieber.

Diagnostik

Die Diagnose wird meist durch die körperliche Untersuchung gestellt, bei der Größe, Lage und Beschaffenheit der Schwellung beurteilt werden. Bei unklarem Befund oder bei Frauen über 40 Jahren mit neu aufgetretener Schwellung kann eine feingewebliche Untersuchung sinnvoll sein, um seltene, bösartige Veränderungen sicher auszuschließen. Bei Verdacht auf eine Infektion wird zusätzlich ein Abstrich zur Erregerbestimmung entnommen.

Behandlung

Kleine, beschwerdefreie Zysten benötigen häufig keine Behandlung und können beobachtet werden, warme Sitzbäder können den spontanen Abfluss unterstützen. Größere oder störende Zysten können durch einen kleinen operativen Eingriff entfernt oder eröffnet werden. Bei einem infizierten Abszess ist meist eine operative Entlastung zusammen mit Antibiotika notwendig, um die Infektion wirksam zu behandeln.

Verlauf und Prognose

Die Prognose ist bei einer echten, isolierten Vulvazyste sehr gut, die meisten bilden sich von selbst zurück oder lassen sich bei Bedarf unkompliziert behandeln. Nach operativer Entfernung sind Rückfälle an derselben Stelle selten. Wichtig bleibt die ärztliche Abklärung jeder neu aufgetretenen, insbesondere wachsenden oder sich verändernden Schwellung im Vulvabereich, um seltenere, ernstere Ursachen auszuschließen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Muss jede Vulvazyste entfernt werden?

Nein, kleine, beschwerdefreie Zysten können beobachtet werden und müssen nicht zwingend behandelt werden.

Ist eine Vulvazyste gefährlich?

In den meisten Fällen nein, sie ist eine gutartige, harmlose Veränderung, sollte aber bei neuem Auftreten, besonders nach dem 40. Lebensjahr, ärztlich untersucht werden.

Was passiert, wenn sich die Zyste entzündet?

Es entwickelt sich ein schmerzhafter Abszess mit Rötung, Schwellung und teils Fieber, der meist operativ entlastet und mit Antibiotika behandelt werden muss.

Können Zysten wiederkommen?

Nach vollständiger operativer Entfernung sind Rückfälle an derselben Stelle selten, an anderer Stelle können sich jedoch erneut Zysten bilden.

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