Vasomotorische und Allergische Rhinopathie
Die vasomotorische und allergische Rhinopathie sind zwei verwandte Formen einer überempfindlichen Reaktion der Nasenschleimhaut, die zu verstopfter Nase, Niesen und Fließschnupfen führen. Während die allergische Form durch eine Immunreaktion auf bestimmte Allergene wie Pollen oder Hausstaubmilben entsteht, wird die vasomotorische Form durch unspezifische Reize wie Temperaturwechsel oder starke Gerüche ausgelöst, ohne dass eine eigentliche Allergie vorliegt.
Ursachen
Bei der allergischen Rhinopathie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, was zu einer Entzündungsreaktion der Nasenschleimhaut führt. Bei der vasomotorischen Rhinopathie liegt keine solche Immunreaktion vor, stattdessen reagieren die Blutgefäße der Nasenschleimhaut überempfindlich auf unspezifische Reize wie Temperaturschwankungen, starke Gerüche, Alkohol oder emotionale Belastung.
Symptome
Beide Formen zeigen sich durch eine verstopfte oder laufende Nase, häufiges Niesen sowie ein Jucken in der Nase. Bei der allergischen Form treten die Beschwerden typischerweise saisonal oder bei Kontakt mit dem auslösenden Allergen auf und gehen häufig mit juckenden, tränenden Augen einher. Die vasomotorische Form zeigt sich eher ganzjährig und wird durch die genannten unspezifischen Reize ausgelöst.
Diagnostik
Bei Verdacht auf eine allergische Ursache werden Hauttests oder Bluttests zum Nachweis spezifischer Antikörper gegen verdächtige Allergene durchgeführt. Bei der vasomotorischen Rhinopathie fallen diese Tests negativ aus, die Diagnose stützt sich hier vor allem auf das charakteristische Beschwerdebild nach Ausschluss einer Allergie sowie anderer Ursachen wie einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.
Behandlung
Bei der allergischen Rhinopathie stehen das Meiden des auslösenden Allergens sowie antiallergische Medikamente und kortisonhaltige Nasensprays im Vordergrund; bei ausgeprägten Beschwerden kann eine spezifische Immuntherapie erwogen werden. Bei der vasomotorischen Form helfen vor allem kortisonhaltige oder abschwellende Nasensprays sowie das Meiden bekannter individueller Auslöser.
Verlauf und Prognose
Beide Formen verlaufen meist chronisch, wobei sich die Beschwerden mit einer geeigneten Behandlung deutlich lindern lassen. Bei der allergischen Form kann eine spezifische Immuntherapie über mehrere Jahre die zugrunde liegende Überempfindlichkeit langfristig verringern. Die vasomotorische Form bleibt meist bestehen, lässt sich jedoch mit konsequenter symptomatischer Behandlung gut kontrollieren.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Vasomotorische und allergische Rhinopathie: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet man die beiden Formen?
Allergietests fallen bei der allergischen Form positiv, bei der vasomotorischen Form negativ aus; zudem tritt die allergische Form oft saisonal auf, während die vasomotorische Form eher ganzjährig besteht.
Was löst die vasomotorische Rhinopathie aus?
Unspezifische Reize wie Temperaturschwankungen, starke Gerüche, Alkohol oder emotionale Belastung, ohne dass eine eigentliche Allergie vorliegt.
Kann man die allergische Form langfristig behandeln?
Ja, eine spezifische Immuntherapie über mehrere Jahre kann die zugrunde liegende Überempfindlichkeit langfristig verringern.
Hilft ein Nasenspray bei beiden Formen?
Kortisonhaltige Nasensprays können bei beiden Formen die Beschwerden lindern, bei der vasomotorischen Form kommen zusätzlich abschwellende Nasensprays zum Einsatz.
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