Spinnenbiss
Der Spinnenbiss entsteht durch die Giftzähne einer Spinne, die bei der überwiegenden Mehrzahl der weltweit vorkommenden Arten nur örtliche, harmlose Beschwerden verursachen. Nur wenige Spinnenarten, etwa bestimmte Witwenspinnen oder Sechsaugensandspinnen, besitzen ein Gift, das ernstere, systemische Beschwerden auslösen kann.
Ursachen
Der Biss erfolgt meist als Abwehrreaktion, wenn eine Spinne sich bedroht fühlt, etwa beim versehentlichen Berühren oder beim Anziehen von Kleidung, in der sich eine Spinne versteckt hat. Das Ausmaß der Beschwerden hängt entscheidend von der jeweiligen Spinnenart ab.
Symptome
Die meisten Bisse verursachen lediglich örtliche Rötung, Schwellung und leichte Schmerzen, die nach kurzer Zeit von selbst abklingen. Bei giftigeren Arten können starke Muskelschmerzen, Schweißausbrüche, Übelkeit oder, sehr selten, eine örtliche Gewebeschädigung mit Geschwürbildung auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit möglichst genauer Beschreibung oder Identifikation der Spinne sowie die Beurteilung der Bissstelle und etwaiger allgemeiner Beschwerden. Da viele Hautveränderungen fälschlich einem Spinnenbiss zugeschrieben werden, sollte die Diagnose sorgfältig anhand des tatsächlichen Bissereignisses gestellt werden.
Behandlung
Bei den meisten Bissen genügen eine Kühlung der Bissstelle und, bei Bedarf, schmerzlindernde Mittel. Bei Bissen giftigerer Arten mit ausgeprägten Beschwerden kann eine ärztliche Behandlung mit gezielten schmerzlindernden Maßnahmen oder, in seltenen Fällen, einem spezifischen Gegengift erforderlich sein.
Verlauf und Prognose
Die überwiegende Mehrheit der Spinnenbisse heilt innerhalb weniger Tage folgenlos aus. Bei Bissen weniger giftiger Arten mit ausgeprägten allgemeinen Beschwerden oder Gewebeschädigung kann der Verlauf länger dauern, ist aber auch dann in aller Regel gut.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Spinnenbiss: Ursachen, Symptome, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Sind die meisten Spinnenbisse gefährlich?
Nein, die überwiegende Mehrheit verursacht nur harmlose, örtliche Beschwerden.
Welche Spinnenarten gelten als gefährlicher?
Unter anderem bestimmte Witwenspinnen und Sechsaugensandspinnen.
Was hilft bei den meisten Bissen?
Kühlung der Bissstelle sowie bei Bedarf schmerzlindernde Mittel.
Warum wird die Diagnose eines Spinnenbisses manchmal fälschlich gestellt?
Weil viele andere Hautveränderungen ohne tatsächliches Bissereignis fälschlich einem Spinnenbiss zugeschrieben werden.
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