Seropositive chronische Polyarthritis
Die seropositive chronische Polyarthritis ist eine Form der rheumatoiden Arthritis, bei der sich der sogenannte Rheumafaktor im Blut nachweisen lässt. Sie führt zu einer chronischen Entzündung mehrerer Gelenke, überwiegend der kleinen Gelenke von Händen und Füßen, und verläuft im Vergleich zur seronegativen Form häufig aggressiver.
Ursachen
Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen die Gelenkinnenhaut richtet. Eine genetische Veranlagung spielt eine wesentliche Rolle, zusätzliche Umweltfaktoren können den Ausbruch begünstigen.
Symptome
Kennzeichnend sind eine symmetrische Schwellung und Schmerzhaftigkeit mehrerer kleiner Gelenke, insbesondere der Finger- und Handgelenke, mit ausgeprägter Morgensteifigkeit von mehr als einer Stunde.
Diagnostik
Die Diagnose wird anhand der charakteristischen Gelenkbeschwerden sowie des Nachweises von Rheumafaktor und weiteren spezifischen Antikörpern im Blut gestellt. Eine Bildgebung der betroffenen Gelenke ergänzt die Abklärung.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer frühzeitigen, das Immunsystem regulierenden medikamentösen Therapie, um eine fortschreitende Gelenkzerstörung zu verhindern, ergänzt durch entzündungshemmende Medikamente und Physiotherapie.
Verlauf und Prognose
Mit einer frühzeitigen, konsequenten Behandlung lässt sich die Krankheitsaktivität bei einem großen Teil der Betroffenen gut kontrollieren. Unbehandelt kann die Erkrankung zu einer fortschreitenden Gelenkzerstörung führen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Seropositive chronische Polyarthritis: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was bedeutet seropositiv bei dieser Erkrankung?
Der Nachweis des Rheumafaktors im Blut.
Welche Gelenke sind überwiegend betroffen?
Die kleinen Gelenke von Händen und Füßen.
Wie verläuft die seropositive Form im Vergleich zur seronegativen?
Häufig aggressiver.
Wie wird die Erkrankung behandelt?
Durch eine frühzeitige, immunregulierende medikamentöse Therapie.
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