Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Häufige Erkrankungen

Reizblase (überaktive Blase)

Bei einer Reizblase (überaktiver Blase) verspüren Betroffene einen plötzlichen, starken Harndrang, oft auch bei nur wenig gefüllter Blase, ohne dass eine Infektion oder andere organische Ursache vorliegt.

Wie die Beschwerden entstehen

Bei einer überaktiven Blase zieht sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammen, obwohl die Blase noch nicht ausreichend gefüllt ist, wodurch ein plötzlicher, schwer unterdrückbarer Harndrang entsteht.

Typische Beschwerden

Häufiger Harndrang tagsüber und nachts, ein plötzlich einschießendes, starkes Dranggefühl sowie bei manchen Betroffenen unwillkürlicher Urinverlust, wenn der Drang nicht rechtzeitig unterdrückt werden kann.

Abgrenzung zu anderen Ursachen

Bevor die Diagnose Reizblase gestellt wird, sollten andere Ursachen für die Beschwerden wie ein Harnwegsinfekt, Blasensteine oder neurologische Erkrankungen ärztlich ausgeschlossen werden.

Was im Alltag helfen kann

Blasentraining mit schrittweiser Verlängerung der Intervalle zwischen Toilettengängen, Beckenbodentraining sowie das Meiden blasenreizender Getränke wie Koffein können die Beschwerden bei vielen Betroffenen lindern.

Medikamentöse und weitere Behandlung

Reichen Verhaltensmaßnahmen nicht aus, kommen Medikamente zur Entspannung des Blasenmuskels sowie, bei ausgeprägten Beschwerden, weitere spezialisierte Verfahren infrage — die passende Therapie wird individuell mit einer urologischen oder gynäkologischen Praxis abgestimmt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Ist eine Reizblase dasselbe wie ein Harnwegsinfekt?

Nein, bei einer Reizblase liegt keine Infektion vor — eine Infektion sollte vor der Diagnose Reizblase ärztlich ausgeschlossen werden.

Hilft weniger Trinken gegen eine Reizblase?

Deutlich reduzierte Flüssigkeitszufuhr wird nicht empfohlen, da sie andere Probleme verursachen kann — eher hilft das Meiden blasenreizender Getränke wie Koffein.

Was ist Blasentraining?

Ein schrittweises Verlängern der Intervalle zwischen Toilettengängen, um die Blase wieder an eine größere Füllmenge zu gewöhnen.

Wann sollte man wegen einer Reizblase zum Arzt?

Wenn die Beschwerden den Alltag deutlich beeinträchtigen oder unklar ist, ob eine andere Ursache dahintersteckt.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen