Regurgitation und Rumination beim Neugeborenen
Regurgitation und Rumination beim Neugeborenen sind zwei unterschiedliche Formen, bei denen bereits geschluckte Nahrung wieder in Mund oder Speiseröhre zurückfließt. Während die Regurgitation ein sehr häufiges, meist harmloses Phänomen ist, handelt es sich bei der Rumination um ein selteneres, wiederholtes willentliches Hochwürgen, das eine gezielte Abklärung erfordert.
Ursachen
Die Regurgitation entsteht durch eine noch unreife Muskulatur am Mageneingang, wodurch geschluckte Nahrung ohne Anstrengung wieder nach oben fließen kann. Die Rumination entwickelt sich meist als erlerntes Verhalten, bei dem das Kind Nahrung willentlich wieder hochwürgt, teilweise als selbstberuhigendes Verhalten.
Symptome
Bei der Regurgitation fließt kleine Mengen an Nahrung ohne Anstrengung und ohne Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens zurück, häufig kurz nach dem Füttern. Bei der Rumination zeigt sich ein wiederholtes, willentliches Hochwürgen mit anschließendem erneutem Kauen oder Schlucken, das teilweise mit einer beeinträchtigten Gewichtszunahme einhergeht.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich vor allem auf die genaue Beobachtung des Verhaltens sowie die Krankengeschichte. Bei Verdacht auf eine Rumination oder bei begleitender schlechter Gewichtsentwicklung werden weitere Untersuchungen zum Ausschluss körperlicher Ursachen durchgeführt.
Behandlung
Eine harmlose Regurgitation benötigt meist keine spezifische Behandlung, unterstützend helfen kleinere, häufigere Mahlzeiten und eine aufrechte Lagerung nach dem Füttern. Eine Rumination wird durch eine gezielte Verhaltensbehandlung sowie eine verbesserte Interaktion zwischen Eltern und Kind behandelt.
Verlauf und Prognose
Die Regurgitation bessert sich bei den meisten Kindern im Laufe des ersten Lebensjahres von selbst, sobald die Muskulatur am Mageneingang ausreift. Die Rumination kann bei rechtzeitiger, gezielter Behandlung ebenfalls gut behandelt werden, wobei eine sorgfältige Begleitung der Eltern-Kind-Beziehung wichtig ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Regurgitation und Rumination beim Neugeborenen: Ursachen, Symptome, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was unterscheidet die Rumination von der Regurgitation?
Die Rumination ist ein wiederholtes, willentliches Hochwürgen, während die Regurgitation ohne Anstrengung und unwillentlich geschieht.
Ist die Regurgitation gefährlich?
In der Regel nicht, sie ist ein sehr häufiges, harmloses Phänomen im Säuglingsalter.
Wie wird eine Rumination behandelt?
Durch eine gezielte Verhaltensbehandlung sowie eine verbesserte Interaktion zwischen Eltern und Kind.
Bessert sich die Regurgitation mit der Zeit?
Ja, meist im Laufe des ersten Lebensjahres, sobald die Muskulatur am Mageneingang ausreift.
Weiterlesen
Angeborenes Fehlen der Vagina
Vollständiges Ausbleiben der Scheidenanlage seit Geburt, das meist erst im Jugendalter auffällt.
Weiterlesen →FrauengesundheitDysontogenetische Ovarialzyste
Angeborene, aus versprengtem Keimgewebe entstandene Zyste am Eierstock, die meist zufällig entdeckt wird.
Weiterlesen →FrauengesundheitEmbryonale Zyste der Tuba uterina
Angeborene, meist harmlose Zyste am Eileiter aus Resten embryonaler Gangstrukturen.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.