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Psyche & Nervensystem

Reaktive Bindungsstörung des Kindesalters

Die reaktive Bindungsstörung des Kindesalters ist ein anhaltend gestörtes, ängstlich-gehemmtes Beziehungsverhalten kleiner Kinder, das als Folge schwerwiegender früher Vernachlässigung, Misshandlung oder häufiger Bezugspersonenwechsel entsteht.

Ursachen

Eine schwerwiegende Vernachlässigung, Misshandlung oder ein wiederholter Wechsel der Bezugspersonen in den ersten Lebensjahren verhindert den Aufbau einer sicheren Bindung des Kindes zu einer verlässlichen Bezugsperson.

Symptome

Betroffene Kinder zeigen ein widersprüchliches, ängstlich-gehemmtes Verhalten gegenüber Bezugspersonen, etwa ein Zurückweisen von Trost bei gleichzeitigem Bedürfnis nach Nähe, sowie eine eingeschränkte emotionale Reaktionsfähigkeit.

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Diagnostik

Die Diagnose wird durch eine ausführliche kinderpsychiatrische Untersuchung unter Einbeziehung der Vorgeschichte gestellt, bei der das charakteristische Beziehungsverhalten sowie belastende frühe Erfahrungen erfasst werden.

Behandlung

Die Behandlung besteht in einer bindungsorientierten Therapie sowie, sofern möglich, dem Aufbau einer stabilen, verlässlichen Beziehung zu einer festen Bezugsperson.

Verlauf und Prognose

Mit einer frühzeitigen, stabilen und verlässlichen Beziehungserfahrung kann sich das Bindungsverhalten bei vielen betroffenen Kindern deutlich verbessern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine reaktive Bindungsstörung des Kindesalters?

Ein anhaltend gestörtes, ängstlich-gehemmtes Beziehungsverhalten als Folge früher Vernachlässigung.

Wodurch entsteht sie?

Durch schwerwiegende Vernachlässigung, Misshandlung oder häufigen Bezugspersonenwechsel.

Wie äußert sie sich?

Durch ein widersprüchliches, ängstlich-gehemmtes Verhalten gegenüber Bezugspersonen.

Wie wird sie behandelt?

Durch eine bindungsorientierte Therapie und den Aufbau einer stabilen Bezugsperson.

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