Prolaktinom
Ein Prolaktinom ist ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, der vermehrt das Hormon Prolaktin produziert. Er zählt zu den häufigsten hormonaktiven Hypophysentumoren.
Was Prolaktin normalerweise bewirkt
Prolaktin ist unter anderem für die Milchbildung nach der Geburt zuständig — eine übermäßige Produktion außerhalb dieses Zusammenhangs kann den Hormonhaushalt auf verschiedene Weise stören.
Typische Beschwerden bei Frauen
Unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutungen, ein unerfüllter Kinderwunsch sowie ein Milchfluss außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit können auf ein Prolaktinom hinweisen.
Typische Beschwerden bei Männern
Bei Männern zeigen sich häufig weniger eindeutige Beschwerden wie ein verminderter Sexualtrieb oder Erektionsstörungen, weshalb ein Prolaktinom bei ihnen oft erst spät erkannt wird.
Wie die Diagnose gestellt wird
Eine Blutuntersuchung auf den Prolaktinspiegel sowie eine Magnetresonanztomografie (MRT) des Kopfes sichern die Diagnose.
Behandlungsansätze
Die meisten Prolaktinome sprechen gut auf Medikamente an, die die Prolaktinproduktion hemmen — eine operative Entfernung ist nur bei ausbleibendem Ansprechen oder besonderen Umständen notwendig.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Prolaktinom: Beschwerden, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist ein Prolaktinom?
Ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, der vermehrt Prolaktin produziert.
Welche Beschwerden sind bei Frauen typisch?
Unter anderem unregelmäßige Monatsblutungen und Milchfluss außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit.
Warum wird ein Prolaktinom bei Männern oft spät erkannt?
Weil die Beschwerden weniger eindeutig sind, etwa verminderter Sexualtrieb.
Wie wird ein Prolaktinom behandelt?
Meist mit Medikamenten, die die Prolaktinproduktion hemmen.
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