Portale Hypertonie
Die portale Hypertonie ist ein erhöhter Blutdruck im Pfortadersystem, das Blut aus dem Magen-Darm-Trakt zur Leber leitet. Sie entsteht meist als Folge einer fortgeschrittenen Lebererkrankung und kann zu gefährlichen Umgehungskreisläufen führen.
Ursachen
Am häufigsten liegt der portalen Hypertonie ein narbiger Umbau der Leber zugrunde, der den Blutfluss durch das Organ behindert und dadurch den Druck im vorgeschalteten Pfortadersystem ansteigen lässt.
Symptome
Betroffene entwickeln häufig eine Vergrößerung der Milz sowie erweiterte Venen, insbesondere in der Speiseröhre, die bei Ruptur zu lebensbedrohlichen Blutungen führen können. Zusätzlich kann sich Flüssigkeit im Bauchraum ansammeln.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Ultraschalluntersuchung mit Beurteilung des Blutflusses im Pfortadersystem sowie eine Magenspiegelung zur Suche nach erweiterten Venen in der Speiseröhre gestellt.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer Senkung des Pfortaderdrucks durch Medikamente sowie in der Vorbeugung und Behandlung von Blutungen aus erweiterten Venen, etwa durch eine endoskopische Blutstillung. Die zugrunde liegende Lebererkrankung wird parallel behandelt.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf hängt maßgeblich von der zugrunde liegenden Lebererkrankung ab. Eine Blutung aus erweiterten Speiseröhrenvenen stellt einen akuten Notfall dar.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Portale Hypertonie: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine portale Hypertonie?
Ein erhöhter Blutdruck im Pfortadersystem der Leber.
Was verursacht eine portale Hypertonie meist?
Ein narbiger Umbau der Leber, der den Blutfluss behindert.
Welche Gefahr geht von einer portalen Hypertonie aus?
Erweiterte Venen in der Speiseröhre können bei Ruptur lebensbedrohlich bluten.
Wie wird eine portale Hypertonie behandelt?
Durch Senkung des Pfortaderdrucks und Behandlung der zugrunde liegenden Lebererkrankung.
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