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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Östliche Pferdeenzephalitis (Eastern Equine Encephalitis)

Die östliche Pferdeenzephalitis ist eine seltene, durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die vor allem im Osten Nordamerikas sowie in Teilen Mittel- und Südamerikas vorkommt. Im Vergleich zu verwandten Formen verläuft sie bei Menschen häufiger schwer und zählt zu den gefährlicheren, durch Mücken übertragenen Gehirnentzündungen.

Ursachen

Die Übertragung erfolgt durch den Stich infizierter Stechmücken, die das Virus zwischen Vögeln als natürlichem Reservoir und gelegentlich Pferden oder Menschen weitergeben. Feuchte, sumpfige Gebiete mit hoher Mückenaktivität begünstigen die Übertragung, eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen bis einer Woche treten Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen auf, die bei einem Teil der Betroffenen rasch in eine schwere Gehirnentzündung mit Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und Lähmungen übergehen können. Der Verlauf ist im Vergleich zu anderen mückenübertragenen Gehirnentzündungen häufiger schwer.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf den Nachweis spezifischer Antikörper im Blut sowie, bei Gehirnbeteiligung, im Nervenwasser, ergänzt durch eine Bildgebung des Gehirns. Die Reiseanamnese mit Aufenthalt in betroffenen Regionen während der Mückensaison liefert wichtige Hinweise.

Behandlung

Eine spezifische, gegen das Virus gerichtete Behandlung existiert nicht, die Behandlung erfolgt unterstützend und, bei schwerem Verlauf, intensivmedizinisch. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von Komplikationen wie erhöhtem Hirndruck ist entscheidend für den Verlauf.

Verlauf und Prognose

Die östliche Pferdeenzephalitis verläuft bei einem erheblichen Teil der Betroffenen mit Gehirnbeteiligung schwer und kann mit einer höheren Sterblichkeit sowie bleibenden neurologischen Schäden bei Überlebenden einhergehen. Eine engmaschige Nachsorge ist bei überstandener Erkrankung besonders wichtig.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum gilt die östliche Form als gefährlicher als andere Pferdeenzephalitiden?

Weil sie bei Menschen häufiger zu einer schweren Gehirnentzündung mit höherer Sterblichkeit führt.

Wie wird die Erkrankung übertragen?

Durch den Stich infizierter Stechmücken in feuchten, sumpfigen Gebieten.

Gibt es eine Impfung für Menschen?

Für Menschen steht keine zugelassene Impfung zur Verfügung, der beste Schutz ist konsequenter Mückenschutz.

Können auch Überlebende bleibende Schäden davontragen?

Ja, bei schwerem Verlauf mit Gehirnbeteiligung sind bleibende neurologische Schäden möglich.

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