Monosomien und Deletionen der Autosomen
Monosomien und Deletionen der Autosomen bezeichnen eine Gruppe seltener genetischer Erkrankungen, bei denen ein Teil eines der nicht-geschlechtsbestimmenden Chromosomen fehlt. Je nachdem, welches Chromosom und welcher Abschnitt betroffen ist, entstehen charakteristische, meist bereits im Säuglingsalter erkennbare Krankheitsbilder mit unterschiedlicher Ausprägung.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Ursache ist der Verlust eines Chromosomenabschnitts, der meist während der Bildung der Ei- oder Samenzelle oder in einer frühen Zellteilung nach der Befruchtung spontan entsteht. Die meisten Fälle treten ohne familiäre Vorbelastung neu auf, seltener liegt eine Chromosomenveränderung bei einem Elternteil zugrunde.
Symptome
Das Beschwerdebild hängt stark davon ab, welches Chromosom und welcher Abschnitt betroffen ist, umfasst aber häufig charakteristische Gesichtsmerkmale, eine verzögerte körperliche und geistige Entwicklung sowie mitunter Fehlbildungen innerer Organe. Manche Formen gehen mit einem auffälligen, hochtonigen Schreien im Säuglingsalter einher.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt durch eine genetische Chromosomenuntersuchung, die den fehlenden Chromosomenabschnitt nachweist. Bei Verdacht aufgrund charakteristischer äußerer Merkmale wird die Untersuchung meist bereits im Säuglingsalter veranlasst, teils ist ein Verdacht schon vor der Geburt durch pränatale Diagnostik möglich.
Behandlung
Eine ursächliche Heilung ist nicht möglich, die Behandlung erfolgt symptomorientiert und umfasst je nach individuellem Beschwerdebild Frühförderung, Physiotherapie, logopädische Unterstützung sowie die Behandlung begleitender Fehlbildungen innerer Organe. Eine interdisziplinäre Betreuung durch ein spezialisiertes Team ist meist sinnvoll.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf ist sehr unterschiedlich und hängt stark von der Größe des fehlenden Chromosomenabschnitts sowie den beteiligten Genen ab. Mit früher, individuell angepasster Förderung können viele betroffene Kinder in ihrer Entwicklung deutlich unterstützt werden, wobei das Ausmaß der bleibenden Beeinträchtigung von Fall zu Fall stark variiert.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Sind diese Erkrankungen meist vererbt?
Die meisten Fälle treten neu auf, ohne dass eine familiäre Vorbelastung vorliegt.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Durch eine genetische Chromosomenuntersuchung, die den fehlenden Chromosomenabschnitt nachweist.
Kann die Erkrankung schon vor der Geburt erkannt werden?
Bei manchen Formen ist ein Verdacht bereits durch pränatale Diagnostik möglich.
Gibt es eine ursächliche Behandlung?
Nein, die Behandlung erfolgt symptomorientiert mit Förderung und Unterstützung der individuellen Beschwerden.
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