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Verletzungen des Bewegungsapparats

Meniskusriss

Der Meniskus ist eine knorpelige Struktur im Kniegelenk, die als Stoßdämpfer und Stabilisator wirkt. Ein Meniskusriss entsteht entweder durch eine plötzliche, meist verdrehende Krafteinwirkung — häufig bei Sportverletzungen — oder schleichend durch altersbedingten Verschleiß.

Typische Symptome

Schmerzen im Kniegelenk, oft verstärkt beim Verdrehen oder tiefen Beugen, Schwellung, ein Blockierungsgefühl („eingeklemmtes Knie“) sowie manchmal ein spürbares oder hörbares Schnappen im Gelenk gehören zu den häufigen Anzeichen.

Zwei unterschiedliche Entstehungswege

Ein traumatischer Meniskusriss entsteht durch eine plötzliche Verdrehung des belasteten Knies, häufig beim Sport — ein degenerativer Riss entwickelt sich dagegen langsam durch altersbedingten Verschleiß des Meniskusgewebes, oft ohne erinnerliches Unfallereignis.

Wie die Diagnose gestellt wird

Klinische Untersuchung mit speziellen Bewegungstests liefert erste Hinweise, eine Magnetresonanztomografie (MRT) zeigt Lage und Ausmaß des Risses meist zuverlässig und hilft bei der Behandlungsplanung.

Konservative vs. operative Behandlung

Kleinere, stabile Risse — besonders degenerative Formen bei älteren Menschen — werden häufig zunächst konservativ mit Physiotherapie behandelt, da eine Operation nicht immer bessere Ergebnisse bringt. Bei mechanischen Blockierungen, anhaltenden Beschwerden oder bestimmten Rissformen wird dagegen häufig eine minimal-invasive Arthroskopie (Gelenkspiegelung) empfohlen, bei der nach Möglichkeit meniskuserhaltend genäht statt entfernt wird.

Warum Meniskuserhalt heute bevorzugt wird

Der Meniskus erfüllt wichtige schützende Funktionen für den Gelenkknorpel — wird zu viel Meniskusgewebe entfernt, steigt langfristig das Risiko für eine frühzeitige Arthrose (siehe eigener Artikel). Deshalb wird heute, wo möglich, meniskuserhaltend operiert statt vollständig zu entfernen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Muss jeder Meniskusriss operiert werden?

Nein, insbesondere degenerative Risse ohne mechanische Blockade werden häufig zunächst konservativ mit Physiotherapie behandelt — die Entscheidung hängt vom Rissart und den individuellen Beschwerden ab.

Wie lange dauert die Genesung nach einer Meniskusoperation?

Nach einer meniskuserhaltenden Naht ist die Rehabilitation meist länger (mehrere Monate) als nach einer teilweisen Entfernung — die genaue Dauer hängt vom OP-Verfahren ab.

Kann ein Meniskusriss von selbst heilen?

Kleinere Risse in gut durchbluteten Randbereichen des Meniskus können unter Umständen von selbst oder nach konservativer Behandlung ausheilen — Risse in durchblutungsärmeren, inneren Bereichen heilen dagegen schlechter von selbst.

Erhöht ein Meniskusriss das spätere Arthroserisiko?

Ja, insbesondere wenn viel Meniskusgewebe entfernt werden muss — deshalb wird heute, wo möglich, meniskuserhaltend behandelt.

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